Spam und Bots: Twitter soll US-Behörden getäuscht haben
Twitters Ex-Sicherheitschef behauptet, das Unternehmen habe US-Regulierungsbehörden in Bezug auf seine Abwehrmassnahmen gegen Hacker und Spam-Konten getäuscht. Die Enthüllung könnte Auswirkungen auf Twitters Rechtsstreit mit Elon Musk haben.
Der ehemalige Twitter Sicherheitschef, Peiter Zatko, behauptet in einer Whistleblower-Beschwerde, Twitter habe die Bundesbehörden über seine Abwehrmassnahmen gegen Hacker und Spam-Konten getäuscht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Zatko, auch unter dem Hacker-Pseudonym Mudge bekannt, habe eine 84-seitige Beschwerde eingereicht. Darin wirft er Twitter vor, es habe fälschlicherweise behauptet, einen soliden Sicherheitsplan zu haben, wie aus Dokumenten hervorgeht, die von Ermittlern des US-Kongresses weitergeleitet wurden.
In dem Dokument wird behauptet, dass Twitter dem Nutzerwachstum Vorrang vor der Eindämmung von Spam gab, wobei Führungskräfte individuelle Boni von bis zu 10 Millionen Dollar erhalten konnten, die an die Zunahme der täglichen Nutzerzahlen geknüpft waren, und nichts explizit für die Eindämmung von Spam.
Teil des Musk-Streits
Twitter bezeichnete die Beschwerde als "falsches Narrativ". Das Social-Media-Unternehmen streitet sich aktuell mit Elon Musk vor Gericht, nachdem der reichste Mensch der Welt versucht hatte, aus einem 44-Milliarden-Dollar-Deal zum Kauf von Twitter auszusteigen. Musk sagte, das Unternehmen habe es versäumt, Details über die Verbreitung von Bot- und Spam-Konten zu liefern.
Zatko reichte die Beschwerde im vergangenen Monat bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC), dem Justizministerium und der Federal Trade Commission (FTC) ein. Die Beschwerde wurde auch an Kongressausschüsse gesandt. Wie CNN berichtet, haben Musks Anwälte Zatko nach der Veröffentlichung des Whistleblower-Berichts vorgeladen.
Mehr zum Rechtsstreit zwischen Twitter und Musk lesen Sie hier.
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