Kaspersky Lab: Ausblick aufs Sicherheitsjahr 2012
Nach G Data stellt nun auch Kaspersky seinen Ausblick auf das E-Security-Jahr 2012 vor. Android soll nächstes Jahr verstärkt in den Fokus von E-Kriminellen geraten. Und das Netz wird weiterhin für politischen "Hacktivismus" genutzt.
Nachdem G Data gestern seinen E-Crime-Ausblick 2012 veröffentlicht hat, präsentiert heute auch Kaspersky eine Studie zum Sicherheitsjahr 2012. Während 2011 ganz im Zeichen von Stuxnet stand, prognostizieren die Experten von Kaspersky Lab auch für das neue Jahr weitere Bedrohungen für Regierungen und Grossunternehmen. So werde nicht nur die Anzahl der gezielten Angriffe auf staatliche Institutionen und grosse Unternehmen steigen.
Es sei auch wahrscheinlich, dass die Bandbreite der Opfer merklich ausgeweitet werden wird. "Waren bis dato vor allem Unternehmen und staatliche Organisationen im Fokus, die mit Waffenfertigung, Finanztransaktionen oder Hightech- sowie wissenschaftlicher Forschung im Zusammenhang stehen, erwarten wir im nächsten Jahr eine Ausweitung der Angriffsziele auf Unternehmen aus der Rohstoffgewinnung, Energie-, Verkehrs-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie Internet-Services und IT-Sicherheitsunternehmen", warnt Alexander Gostev, Chief Security Expert bei Kaspersky Lab und Autor des Berichts "Cyberthreat-Prognose für 2012".
Die Weiterentwicklungen innerhalb der IT-Sicherheitsbranche hinsichtlich der Abwehr gezielter Angriffe sowie das gewachsene Bewusstsein der Öffentlichkeit zwinge die Cyberkriminellen, neue Instrumente zu entwickeln. Die herkömmliche Methode der Angriffe via E-Mail und das damit verbundene Ausnutzen von Sicherheitslücken werde zunehmend weniger effektiv werden, Attacken beim Einsatz von Browsern würden hingegen an Popularität gewinnen.
Im kommenden Jahr würden auch so genannte Hacktivisten-Angriffe auf staatliche Organisationen und Unternehmen nach wie vor auf der Agenda stehen und einen vorwiegend politischen Hintergrund haben. Zudem könnte Hacktivismus als Ablenkungsmanöver genutzt werden, um andere Arten von Angriffen zu verbergen. Dennoch geht Kaspersky Lab davon aus, dass hochentwickelte Schädlinge wie Stuxnet und Duqu einzigartige Phänomene bleiben, die abhängig von den Beziehungen verfeindeter Staaten auftauchen.
Die Anzahl der Bedrohungen für mobile Endgeräte dürfte weiterhin steigen, wobei Googles Android das primäre Angriffsziel bleiben wird. Ebenfalls häufiger werden auch mobile Schädlinge auftauchen, die Sicherheitslücken ausnutzen. Nach einem Blick in die Glaskugel der mobilen Bedrohungen prognostizieren die Kaspersky-Experten für das Jahr 2012 einen erstmaligen mobilen Drive-by-Angriff und mobile Botnetze.
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