Aufruhr bei SAP in China
SAP entlässt China-Manager. Gerüchten zufolge sollen sie SAP-Aufträge kostengünstiger über Drittfirmen abgewickelt haben.
Nach Compliance-Verstössen hat SAP Teile seines Managements im China-Geschäft beurlaubt, manche gar entlassen, wie der Standard unter Berufung auf Financial Times meldet. Es handle sich um fünf Personen, eine davon sei eine Führungskraft aus Deutschland. Betroffen seien auch ein Forschungsleiter und der Bereichsleiter für SAPs Geschäft mit kleinen Unternehmen.
Kein Kommentar von SAP
Zu dem Verdacht, dass die Manager über günstigere chinesische Unternehmen Aufträge abwickeln und im Namen von SAP abrechnen liessen, wollte sich das Softwarehaus nicht äussern. Es handle sich um eine interne SAP-Angelegenheit, sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber der österreichischen Zeitung. Diese Angelegenheit sei aber nur von lokaler Bedeutung, spielte er die Probleme herunter.
Von den weltweit 56'000 Mitarbeitern beschäftigt SAP rund 4'000 in China. Befürchtungen, dass seine Wachstumsstrategie in China durch das Ereignis geschädigt sein könnte, weist SAP zurück. Man wachse derzeit deutlich zweistellig, betont das Unternehmen.
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