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Marc Büchel, OcaholicAUTOR
  • 20.April 2012 - 10:00
  • Updated 20.April 2012 - 14:22
"Die Festplattenkrise hat einige Firmen hart getroffen"

Interview mit Dario Bucci, Country Manager Schweiz und Italien bei Intel

Dario Bucci, Country Manager Schweiz und Italien bei IntelDario Bucci, Country Manager Schweiz und Italien bei Intel

Die Geschäftszahlen von Intel sind immer ein wichtiger Indikator für die Entwicklung der Industrie. Mit einem Umsatz von 12,9 Milliarden US-Dollar bricht das Unternehmen zwar keine Rekorde, vermag aber die Erwartungen der Analysten zu übertreffen. Dario Bucci, Country Manager von Intel Schweiz und Italien, gibt im Interview mit IT-Markt Auskunft über die aktuellen Zahlen sowie zukünftige Trends.

Am 18. April hat Intel seine Quartalszahlen fürs vergangene Quartal präsentiert. Ganz allgemein, wie sehen Sie das Resultat?

Dario Bucci: Auch in diesem Quartal hat Intel die Prognosen der Analysten übertroffen, somit handelt es sich also um einen soliden Start ins Jahr 2012. Es ist zwar kein neuer Rekord, wie man sich dies von Intel beinahe gewohnt ist, aber angesichts der Herausforderungen, die es zu meistern galt, erhält "solide" noch mehr Gewicht. Die Festplattenkrise beispielsweise hat einige Firmen hart getroffen. Hinzu kommt die allgemein nervöse Grundstimmung, die derzeit in der Industrie herrscht. Intel verdankt sein stabiles Resultat vor allem den neuen Märkten, die derzeit im zweistelligen Prozentbereich wachsen. Als gutes Beispiel kann man China nennen. Im fernen Osten erreicht man mittlerweile eine Marktdurchdringung von 36 Prozent und der Markt wuchs um 17 Prozent. Dem gegenüber stehen gesättigte Märkte – zu diesen gehört auch die Schweiz. Hier verzeichnete Intel punktuell Rückgänge um bis zu zehn Prozent im Consumer-Segment. Ein stabiles Wachstum sieht man hingegen im "Large Enterprise" sowie im "Datacenter" Sektor. Gesund entwickelt sich derzeit auch der Bereich "Networking und Storage". Wendet man sich noch den Zahlen beim Servergeschäft zu, zeigt sich eine Stagnation. Grundsätzlich kann man bezüglich der Schweiz also sagen, dass im Allgemeinen alles im grünen Bereich liegt.

Offensichtlich hatten die Verzögerungen innerhalb der Intel-Architecture Group Auswirkungen auf den Umsatz und auch auf den Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal. Beide sind gesunken. Was erwarten Sie für das zweite Quartal dieses Jahres, vor allem im Hinblick auf den Launch von Ivy Bridge?

Intel hat mittlerweile mit der Auslieferung von 22 Nanometer Prozessoren an OEMs begonnen. Dabei handelt es sich – wie bereits bekannt – um CPUs, die auf Transistoren mit 22 Nanometer Strukturbreite basieren. Hinzu kommt, dass aber nicht "nur" ein Die-Shrink vorgenommen, sondern auch die Struktur der Prozessoren von planar (zweidimensional) auf räumlich (dreidimensional) geändert wurde. Zudem wurden auch zahlreiche Änderungen an der Architektur vorgenommen. Bei den Desktop-Prozessoren erreicht man bei geringerer Verlustleistung deutlich mehr Rechenleistung. Ebenfalls stark überarbeitet wurde die integrierte Grafikeinheit. Ivy Bridge stellte Intel also vor zahlreiche Herausforderungen und selbstverständlich wollen wir auch die damit verbundenen, hohen Erwartungen unserer Kunden, erfüllen. Bestes Beispiel hierfür werden die kommenden, auf Ivy Bridge aufsetzenden, Ultrabooks sein. Diese werden die Userexperience noch einmal auf einen höheren Level heben. Wir von Intel gehen sogar soweit, dass wir eine neue Ära im Computing anbrechen sehen. Es wird zahlreiche neue Geräte in bisher unbekannten Formfaktoren geben, die alle ultraportabel sind.

Sie sprechen den neuen Trend der Ultrabooks an, der von Intel initiiert wurde. Der Schweizer Markt ist geprägt durch viele "Early Adopter". Sieht Intel bei den Ultrabooks hierzulande bereits starke Absatzzahlen?

In der Tat: Es ist bekannt, dass neue Technologien in der Schweiz extrem schnell akzeptiert werden. Dementsprechend gut lief natürlich auch das Geschäft mit den Ultrabooks in der Schweiz. Hinzu kommt, dass Intel mit dem überarbeiteten Intel Inside Marketingprogramm ein mächtiges Instrument zur Hand hat. Dieses erlaubt es über OEMs agil auf den spezifischen Märkten aufzutreten und dementsprechend das Maximum heraus zu holen. Im Falle der Ultrabooks kann man mittlerweile auf OEM-Partner wie HP, Lenovo, Acer, Asus, Toshiba und Konsorten zählen. Um noch etwas weiter in die Zukunft zu blicken: Intel wird schon bald sein erstes Smartphone vorstellen. Möglicherweise erreicht ein solches Gerät bereits zum Ende dieses Jahres hin den Schweizer Markt. Sollte dies nicht klappen, wird man das nächste Jahr anvisieren, um zu einem späteren Zeitpunkt ein reifes Gerät auf den Markt zu bringen.

Am 18. April hat Intel seine Quartalszahlen fürs vergangene Quartal präsentiert. Ganz allgemein, wie sehen Sie das Resultat?

Dario Bucci: Auch in diesem Quartal hat Intel die Prognosen der Analysten übertroffen, somit handelt es sich also um einen soliden Start ins Jahr 2012. Es ist zwar kein neuer Rekord, wie man sich dies von Intel beinahe gewohnt ist, aber angesichts der Herausforderungen, die es zu meistern galt, erhält "solide" noch mehr Gewicht. Die Festplattenkrise beispielsweise hat einige Firmen hart getroffen. Hinzu kommt die allgemein nervöse Grundstimmung, die derzeit in der Industrie herrscht. Intel verdankt sein stabiles Resultat vor allem den neuen Märkten, die derzeit im zweistelligen Prozentbereich wachsen. Als gutes Beispiel kann man China nennen. Im fernen Osten erreicht man mittlerweile eine Marktdurchdringung von 36 Prozent und der Markt wuchs um 17 Prozent. Dem gegenüber stehen gesättigte Märkte – zu diesen gehört auch die Schweiz. Hier verzeichnete Intel punktuell Rückgänge um bis zu zehn Prozent im Consumer-Segment. Ein stabiles Wachstum sieht man hingegen im "Large Enterprise" sowie im "Datacenter" Sektor. Gesund entwickelt sich derzeit auch der Bereich "Networking und Storage". Wendet man sich noch den Zahlen beim Servergeschäft zu, zeigt sich eine Stagnation. Grundsätzlich kann man bezüglich der Schweiz also sagen, dass im Allgemeinen alles im grünen Bereich liegt.

Offensichtlich hatten die Verzögerungen innerhalb der Intel-Architecture Group Auswirkungen auf den Umsatz und auch auf den Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal. Beide sind gesunken. Was erwarten Sie für das zweite Quartal dieses Jahres, vor allem im Hinblick auf den Launch von Ivy Bridge?

Intel hat mittlerweile mit der Auslieferung von 22 Nanometer Prozessoren an OEMs begonnen. Dabei handelt es sich – wie bereits bekannt – um CPUs, die auf Transistoren mit 22 Nanometer Strukturbreite basieren. Hinzu kommt, dass aber nicht "nur" ein Die-Shrink vorgenommen, sondern auch die Struktur der Prozessoren von planar (zweidimensional) auf räumlich (dreidimensional) geändert wurde. Zudem wurden auch zahlreiche Änderungen an der Architektur vorgenommen. Bei den Desktop-Prozessoren erreicht man bei geringerer Verlustleistung deutlich mehr Rechenleistung. Ebenfalls stark überarbeitet wurde die integrierte Grafikeinheit. Ivy Bridge stellte Intel also vor zahlreiche Herausforderungen und selbstverständlich wollen wir auch die damit verbundenen, hohen Erwartungen unserer Kunden, erfüllen. Bestes Beispiel hierfür werden die kommenden, auf Ivy Bridge aufsetzenden, Ultrabooks sein. Diese werden die Userexperience noch einmal auf einen höheren Level heben. Wir von Intel gehen sogar soweit, dass wir eine neue Ära im Computing anbrechen sehen. Es wird zahlreiche neue Geräte in bisher unbekannten Formfaktoren geben, die alle ultraportabel sind.

 
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