Bei Computerlinks Schweiz brodelts
Ein Drittel der Belegschaft von Computerlinks Schweiz soll seit Jahresbeginn gekündigt haben. Bewertungen auf der Arbeitgeberplattform Kununu sind miserabel. Doch der Konzern-CEO reagiert gelassen.
Bei Computerlinks Schweiz ist Feuer im Dach. Seit Jahresbeginn 2012 hätte nicht weniger als ein Drittel der Belegschaft gekündigt, berichten zwei ehemalige Mitarbeiter, die namentlich nicht genannt werden wollen, der Redaktion. Insgesamt seien seit 2010 23 der gesamthaft 37 Mitarbeiter entlassen worden oder hätten gekündigt.
Zwischen dem Management und den Mitarbeitern stimmt die Chemie offenbar gar nicht. Das Management führe schlecht, dieses seinerseits habe die Mitarbeiter häufig kritisiert, berichten die ehemaligen Mitarbeiter. Auch ein Blick in das Arbeitgeber-Bewertungsportal Kununu spricht Bände: Eine Mitarbeiterfluktuation von 80 Prozent spreche für sich, schreibt ein Nutzer dort. Die Firma sei nur noch zu retten, wenn das Management so rasch als möglich ausgewechselt werde.
Nur Innendienst betroffen
Der Geschäftsführer von Computerlinks Schweiz, Domenico Lojacono, der seit 2009 im Amt ist, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Die Redaktion erreichte dafür Stephan Link, den CEO und Gründer der weltweit tätigen Computerlinks AG.
Dieser bestätigt auf Anfrage die erhöhte Fluktuation. Er erklärt sich diese mit der Umstrukturierung zweier Abteilungen. "Die Abgänge betreffen im Wesentlichen den Bereich des Innendienstes. In allen anderen Abteilungen gab es im Vergleich zu den Vorjahren keine nennenswerte Fluktuation", so Link.
Kein Grund zur Panik - sagt der Konzern-CEO
Einen direkten Zusammenhang zwischen den Kündigungen und der Schweizer Geschäftsführung sieht Stephan Link aber nicht. Trotz negativer Äusserungen über die Geschäftsführung von zwei anonymen Quellen gegenüber der Redaktion und auf Onlineforen vertraut der CEO der Computerlinks AG dem Schweizer Management: "Das Management der Computerlinks Schweiz ist erfahren und erfolgreich und hat die volle Unterstützung des Konzerns. Computerlinks Schweiz ist ein profitables und Cash-generierendes Unternehmen."
Stephan Link versichert seinen Kunden, dass trotz der vielen Abgänge die Dienstleistungen in der gewohnten Qualität gewährleistet seien, da die erhöhte Fluktuation im Wesentlichen den Innendienst betreffe. "Darüber hinaus kann die Computerlinks Schweiz jederzeit auf Konzernressourcen zugreifen", schliesst er.
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