Glasfasernetz: Swisscom einigt sich mit Genfer Industriediensten
Swisscom und die Industriedienste Genf führen den Ausbau des Genfer Glasfasernetzes voran. Die beiden Parteien mussten nach abschlägigem Bescheid der Weko Kompromisse eingehen.
Swisscom und die Industriedienste Genf (SIG) haben nach abschlägigem Bescheid der Weko ihren Kooperationsvertrag zum Ausbau des Genfer Glasfasernetzes neu verhandelt. Nachdem beide Parteien Kompromisse eingingen, wird das Projekt nun ohne Verzögerungen fortgeführt, teilt Swisscom mit.
Für den Plan, die Stadt und den Grossraum Genf an das Glasfasernetz anzuschliessen, mussten bestimmte Klauseln gestrichen oder angepasst werden. So fiel der Investitionsschutz komplett weg und der Mechanismus für die Ausgleichszahlungen wurde näher präzisiert. Swisscom und SIG bieten nun beide unbeschaltete Glasfaserkabel an, was eine Hauptforderung der Weko war.
Notwendige Änderungen
Swisscom hat bereits ähnliche Vereinbarungen mit Basel, Bern, Freiburg, Luzern, Lausanne und Zürich getroffen. Diese Änderungen waren notwendig geworden, nachdem das Sekretariat der Weko in seinem Abschlussbericht vom September 2011 wichtige Teile des Kooperationsmodells infrage gestellt hatte.
In drei bis vier Jahren soll ein Grossteil der Haushalte und Unternehmen in den betreffenden Genfer Gemeinden ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Swisscom investiert dieses Jahr in den Ausbau des Glasfaser-Netzes rund 1,7 Milliarden Schweizer Franken, das sind rund 400 Millionen mehr als 2010.
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