Trend zur Abschirmung könnte "Internet der Dinge" erreichen
Der zunehmende Trend zur Abschirmung der eignen Produkte vor Konkurrenz, droht sich auf die Idee des "Internets der Dinge" auszuweiten. In Zukunft könnte ein Austausch von Informationen erschwert werden, was erhebliche Reibungsverluste zur Folge haben könnte. Das "Internet der Dinge" könnte sich zum "Intranet der Dinge" entwickeln.
Hersteller von Konsumgütern versuchen ihre Güter immer stärker gegen Konkurrenzprodukte abzuschirmen. Im vergangen Jahr konnte dies an der Kaffeekapseln-Debatte um den Detailhändler Denner deutlich ersehen werden. Ein erster Kaffeemaschienenhersteller geht jetzt dazu über, kopiergeschützte Kapseln zu produzieren. Das Newsportal Wired berichtet nun, dass dieser Trend sich auch auf das "Internet der Dinge" auszuweiten beginnt und zeigt mögliche Konsequenzen für diese Idee auf.
Wired bezieht sich auf den Harvard-Dozenten und Internetspezialisten Paul Kominers, welcher in einem Artikel für das "Harvard Berkman Center for Internet and Society" mehrere Szenarien aufzeigt. Laut Kominers könnte in Zukunft ein an Amazon oder Walmart angebundener smarter Kühlschrank nur noch Produkte von diesen Anbietern ordern, Konkurrenz und Wahlfreiheit würden ausgeschaltet.
Viel gefährlicher wäre der Trend zur Abschottung hingegen im Gesundheitswesen. Hier könnte es beim Austausch zwischen verschiedenen Krankenhäusern, oder sogar verschiedenen Abteilungen im gleichen Spital, zu Fehlern und grossen Zeitverlusten aufgrund konkurierender Systeme kommen. Ein weiteres anschauliches Beispiel Kominers ist die Verwendung von smarten Wassermanagementsystemen. Bei angrenzenden Gebieten könnte die Wasserversogrung aufgrund fehlender Kommunikationsstrukturen zwischen Konkurenzprodukten verunmöglicht werden.
Wenn sich in Zukunft immer mehr Firmen für eine Abschirmung ihrer Produkte entscheiden sollten, so Kominers, dann könnte sich das "Internet der Dinge" schnell zum "Intranet der Dinge" weiterentwickeln und diese Ideen ad absurdum führen.
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