Nikons Vorstoss in die Medizintechnik
Der Kamerahersteller Nikon bekommt bald einen neuen Chef. Ende des Monats soll Kazuo Ushida das Ruder übernehmen. Jetzt legte der Manager offen, wie er mit einer aggressiven Expansion ins Medizingeschäft auf die rückläufige Nachfrage nach Kameras reagieren will.
Der designierte Nikon-Chef Kazuo Ushida will den Kurs des Unternehmens neu ausrichten. Er sieht grosses Potenzial im Geschäftsfeld der Medizintechnologien, wie das Wallstreet Journal berichtet.
Nikon werde deshalb M&A-Experten (Merger & Acquisitions) einstellen, die eine Liste von Übernahmezielen erstellen, die Bruchprüfung durchführen sowie die Integration umsetzen sollen. Rund eine halbe Milliarde US-Dollar, etwa ein Viertel des Budgets für Forschung und Entwicklung, will Ushida im Laufe der nächsten drei Jahre in Medizintechnologien investieren.
Grund für den Kurswechsel ist die sinkende Nachfrage nach Kameras. Das Fotoverhalten der Verbraucher befindet sich im Umschwung. Immer mehr schiessen Fotos mit ihren Smartphones. Deshalb konzentriere sich Nikon nun stärker auf Schwellenländer. Im Zusammenspiel mit Einsparungen bei der Herstellung will Nikon so in den nächsten drei Jahren im Fotobereich 2,1 Prozent wachsen.
22 Prozent mehr Umsatz in den nächsten drei Jahren
Vom neuen Geschäftsfeld Medizintechnologie erhofft sich Ushida im Geschäftsjahr 2016/17 einen Umsatz von 130 Milliarden Yen. Das entspräche gut 11 Prozent der gesamten angestrebten Einnahmen. Insgesamt soll Nikons Umsatz von Ende März 2014 bis Ende März 2017 um 22 Prozent zulegen. Für das operative Ergebnis hofft der Konzern auf ein Plus von 75 Prozent.
Nikon ist nicht der erste Technologiekonzern, der sich im Gesundheitsbereich neu definieren möchte. Unternehmen wie Toshiba oder Hitachi setzen ebenfalls auf eine steigende Nachfrage nach Medizinprodukten. Beide Unternehmen suchen aktiv nach Kaufgelegenheiten und wollen ihre Einnahmen im Gesundheitssegment in den kommenden Jahren verdoppeln.
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