Autonomy-Deal: HP will Ex-CFO Autonomys verklagen
Der Schlagabtausch zwischen HPs Management und Autonomys Ex-Management geht in die nächste Runde: HP will den damaligen Finanzchef Autonomys verklagen. Dieser hatte jüngst eine Einigung von HP und seinen Aktionären wegen Schadenersatz torpediert.
HPs Autonomy-Deal entwickelt sich zur Schlammschlacht: HP überlegt sich den ehemaligen Finanzchef von Autonomy zu verklagen, wie Reuters meldet. Sushovan Hussain verantwortete die Finanzen der von HP im Jahr 2011 übernommenen Sofware-Firma aus Grossbritannien.
Bald wurde jedoch klar, dass die Kaufsumme von über 11 Milliarden US-Dollar zu hoch war. HP musste im Jahr darauf knapp 9 Milliarden Dollar abschreiben. In Folge straften HPs Aktionäre den Verwaltungsrat ab, Ray Lane, damals Verwaltungsratspräsident, übernahm die Verantwortung und trat zurück. Zudem schaltete HP die Behörden gegen Autonomy ein, wegen des Verdachts der Bilanzfälschung.
HP musste sich wegen des Autonomy-Deals auch gerichtlich gegenüber verschiedenen Aktionären verantworten. Ende Juni schien eine Einigung mit drei klagenden Parteien erzielt zu sein, die HPs Top-Management von jeglicher Schuld befreit hätte, bei der Autonomy-Übernahme falsch gehandelt zu haben. Schadensersatzansprüche der Aktionäre wären damit künftig abgewendet.
Doch Hussain stellt sich quer: Im Juli reichte er vor Gericht ein Dokument ein. Darin wehrt er sich gegen die, sollte sie von einem Richter abgesegnet werden, abgekartete und unfaire Einigung. Diese würde es HP erlauben, die wahren Gründe für die Abschreibung für immer zu verschleiern, nämlich die hausgemachte Zerstörung von Autnomomys Erfolg durch HP, wie Hussain behauptet.
Der Einwand von Hussain sollte verboten werden, kommentierte hingegen HP. Eine Einigung zu torpedieren, die die Interessen der Firma schützt, die Hussain mutmasslich betrogen habe, sei lächerlich.
Es scheint also Aussage gegen Aussage zu stehen. Anscheinend überzeugte HP aber seine Teilhaber. Diese haben darin übereingestimmt, gemeinsam mit HP gegen Hussain und weitere ehemalige Spitzenmanager von Autonomy vorzugehen.
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