CS soll in der digitalen Patsche sitzen
Das "Digital Private Banking"-Grossprojekt der Credit Suisse kommt gemäss Inside Paradeplatz nicht vom Fleck. Das Vorhaben könnte nun dem Projektleiter entzogen werden.
Wie Inside Paradeplatz berichtet, sitzt das "Digital Private Banking"-Projekt der Credit Suisse in der Patsche. Die IT-Grossoffensive, wie das Nachrichtenportal es nennt, wurde im Frühling durch Urs Rohner, Präsident des Verwaltungsrats bei der Bank, vor den versammelten Aktionären angekündigt. Die Bank wolle mehrere hundert Mitarbeitende ins nächste Informatik-Jahrzehnt katapultieren, bezieht sich das Portal auf Rohner.
Das Geld fliesse in Millionenhöhe, aber die Resultate würden ausbleiben. Das Nachrichtenportal beruft sich in seinem Bericht auf ein Business Review und eine anonyme Quelle. Demzufolge habe die Bank bereits bis zu 30 Millionen Franken in das Grossprojekt gesteckt. Und die Kosten steigen täglich, schreibt Inside Paradeplatz weiter.
Keine klaren Vorgaben
Das Geld soll aber nirgends hinfliessen. Die Leitung der weltweiten Vermögensverwaltung könne sich nicht auf die einfachsten Standards einigen. Fragen nach einheitlichen Prozessen oder wie die Vermögensverwaltung in Zukunft aussehen soll, blieben somit unbeantwortet.
Für das Projekt bedeutet dies, dass die angestellten Informatiker keine deutlichen Anweisungen haben. Sie würden zwar ihre Arbeit abliefern, schreibt das Nachrichtenportal, es fehle aber an Stringenz. Der Bericht erwähnt jedoch auch, dass das Projekt noch in der Anfangsphase steckt und langfristig geplant wurde. Der Plan ist demnach auf 2017 ausgelegt.
Inside Paradeplatz führt das Problem auf Projektleiter Marco Abele zurück. Dieser soll gemäss der anonymen Quelle nun gar um seine Stelle bangen müssen. Die CS bestreitet dies jedoch gemäss dem Nachrichtenportal. Auf Anfrage der Redaktion wollte die Bank sich nicht zum Bericht äussern.
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