"Der Umstieg gestaltete sich relativ einfach"
Welche Möglichkeiten bietet die Umstellung auf All-IP? Welche Herausforderungen stellen sich Unternehmen dabei? Matthias Schmid, Geschäftsführer von Schmid-Fehr, liefert Antworten.
Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Projekt.
Matthias Schmid: Die Schmid-Fehr AG bietet aussen den herkömmlichen Druckdiensten auch vermehrt Webapplikationen für automatisierte und bequemere Bestellprozesse, Publishing-Tools und an individuelle Kundenbedürfnisse angepasste Prozesslösungen an. Eine zentrale Rolle übernimmt deshalb die IT-Infrastruktur, die bei Schmid-Fehr im Backbone-Bereich komplett virtualisiert ist. Wir betreiben einen internen VoIP-Server, den wir aufgrund der ISDN-Schnittstelle bisher physisch betrieben haben. Mit dem Wechsel auf All-IP konnten wir nun auch den VoIP-Server virtualisieren, ohne vor einer möglichen Inkompatibilität zur Hardware (ISDN-Karte) zu stehen.
Welche Möglichkeiten erhoffen Sie sich vom Wechsel auf All-IP?
- Massiv mehr Möglichkeiten in der Zukunft, wenn die analoge Telefonie komplett durch die digitale abgelöst ist, etwa Videoanrufe oder Konferenzen über das Festnetz.
- Eine einfachere und garantiert stabile Anbindung an virtuelle Umgebungen.
- Eine bessere Sprachqualität bei Telefongesprächen.
- Ein dynamischeres Routing der VoIP-Anbindung. Etwa eine hochverfügbare VoIP-Anbindung über eine Back-up-Leitung. Kostenseinsparungen im hohen zweistelligen Prozentbereich.
- Problemlose Skalierbarkeit.
- Integration von Tochterunternehmen.
- Verbesserte Arbeitsmöglichkeiten im Homeoffice.
Welche Probleme mussten oder müssen Sie noch lösen?
Fallback über Back-up-Leitung zum VoIP-PBX-Server, um VoIP-Telefonie ebenfalls hochverfügbar zu betreiben. Durch das automatisierte Monitoring und Failover durch UPC Cablecom haben wir bei der Internetanbindung massive Vorteile gegenüber früher. Diese wollen wir nun auch im VoIP-Bereich nutzen.
Was raten Sie anderen Unternehmen, die noch vor der Umstellung stehen?
Im Vorfeld Bedürfnisse und Möglichkeiten evaluieren, die sich mit der Umstellung auf All-IP anbieten. Natürlich sollte man den IST-Stand des Netzwerks prüfen und über mögliche Hardwarebeschaffungen nachdenken. Da Schmid-Fehr intern bereits vor der Umstellung auf All-IP überall IP-Telefone/DECT-Stationen über einen internen VoIP-Server betrieben hatte, gestaltete sich der Umstieg relativ einfach und ohne grössere Probleme. Aus Erfahrung empfehlen wir jedem Unternehmen, das vor der Umstellung steht, eine strikte Trennung von Firmen- und VoIP-Netzwerk, um Performance-Probleme oder Unterbrechungen während Telefonaten zu verhindern.
Kunde sieht neues iPhone und flippt aus
Cyberkriminelle phishen mit angeblicher Migros-Geschenkbox
KI-Agenten machen Salesforce zur Infrastrukturschicht
Wo die Schweiz im Markt für Rechenzentren steht
Quorum Cyber plant Übernahme des Zürcher Cybersecurity-Anbieters Ontinue
Wie KI den Arbeitsplatz von morgen verändert
Leuchter IT Solutions bereitet Generationenwechsel vor
Das ist die Nominiertenliste von Best of Swiss Software 2026
EDÖB veröffentlicht Leitfaden zur digitalen Überwachung in Pflegeeinrichtungen