Kudelski flieht vorm starken Franken
Die Schweizer Kudelski-Gruppe baut ein zweites Hauptquartier in den USA. Lausanne soll weiterhin der globale Hauptsitz bleiben. Das Unternehmen will aber seine Geschäftszahlen ab 2017 in US-Dollar angeben.
Der starke Franken belastet die Kudelski-Gruppe, wie das Unternehmen mitteilt. Die Probleme sind aber schon älter. Früher konnte Kudelski nach eigenen Angaben einen wesentlichen Anteil seines Geschäfts in der Schweiz generieren. Seit 2011 geht es bergab.
Das Wachstum finde nun vor allem ausserhalb Europas statt, lässt sich CEO André Kudelski in einer Mitteilung zitieren. Er meint damit in erster Linie die USA. Der Zeitpunkt sei jetzt gekommen, die Organisation den neuen Marktgegebenheiten anzupassen.
Bereiche ziehen nach Arizona
Deswegen will die Gruppe nun in Phoenix, Arizona, ein zweites Hauptquartier eröffnen. Gewisse Management-Bereiche der Gruppe wandern schon diesen Sommer ab. In einem ersten Schritt werden 15 Mitarbeiter von Lausanne nach Phoenix umsiedeln, wie Unternehmenssprecher Phil Mundwiler auf Anfrage sagt.
Das Unternehmen geht gemäss Mundwiler davon aus, an beiden Standorten neues Personal anzuheuern. Entlassungen wolle Kudelski vermeiden, aber das müsse jeweils von Fall zu Fall entschieden werden.
Zudem wird das Unternehmen ab 2017 seine Geschäftszahlen gemäss Mitteilung in US-Dollar präsentieren. Kudelski erhofft sich auf diese Weise den amerikanischen Markt besser erschliessen zu können. Auswirkungen auf die Geschäftszahlen für 2016 erwartet die Gruppe nicht.
Verwaltungsrat bleibt in Lausanne
Das weltweite Hauptquartier bleibe aber weiterhin der Sitz in Cheseaux-sur-Lausanne, heisst es weiter. So sitzt der Verwaltungsrat auch künftig in der Schweiz, ergänzt Mundwiler. Ferner bleibt das Unternehmen an der Schweizer Börse notiert.
Die hiesige Präsenz soll sich aber zu einem Excellence Center für Security-Technologien wandeln. Aber: "Kudelski bleibt ein Schweizer Unternehmen", verspricht Mundwiler.
Elovade erweitert Portfolio um Paessler und Sendmarc
Bund wiederholt bei IT-Schlüsselprojekten alte Fehler
Die Ausschreibung für Best of Swiss Apps 2026 ist eröffnet
Wie man sich auf Reisen vor Cyberbetrug schützen kann
Ein Partyspiel mit diplomatischem Sprengstoff
Genf verabschiedet Strategie für digitale Souveränität
Wie KI die Finanzwelt transformieren kann
Nexplore lässt Präsidium des Verwaltungsrats künftig rotieren
Kanton Thurgau sucht neue IT-Leitung