Allrounder fürs Homeoffice

Hands-on: HP Officejet 4650

Uhr | Aktualisiert

1200 Seiten pro Monat in Farbe und Schwarzweiss, scannen, kopieren und faxen. HPs Officejet 4650 ist ein klassischer Multifunktionsdrucker. Die Redaktion hat ihn getestet.

Im September 2015 hat HP Inc. den Officejet 4650 zusammen mit etlichen anderen Geräten für das Small- und Homeoffice angekündigt. In der US-Pressemitteilung widmete der Hersteller dem Drucker nur einen Nebensatz.

Verstecken muss sich der Multifunktionsdrucker (MFP) aber nicht. Gemäss HP ist der kleine Alleskönner für eine Druckleistung von etwa 1200 Seiten pro Monat ausgelegt. Ausser den klassischen MFP-Funktionen wie Drucken, Scannen, Kopieren und Faxen überraschte der Officejet im Hands-on mit einer netten Zusatzfunktion und einer versteckten Dokumentenablage. Sie fährt automatisch aus, sobald der Druck startet. 

Kabellos einrichten

Bevor man die ausprobieren kann, führt der Drucker nach dem ersten Einschalten selbstständig durch die Installation. Er fragt nach Sprache und Land. Die Uhrzeit zeigt er danach trotzdem hartnäckig im amerikanischen 12-Stunden-Format an.

Für die Einrichtung am Rechner ist kein Kabel nötig. Der Drucker verbindet sich per Wi-Fi-Direct mit dem Laptop. Unter Mac OS muss man dann lediglich die Software HP Utility installieren. Mit einigen Klicks ist der Drucker nach wenigen Minuten betriebsbereit.

Kein Querformat über Google Cloud Print

Nach erfolgreich beendeter Konfiguration lädt die Software zum Registrieren des Produkts ein. Es öffnet sich eine Website. Die ist komplett in Französisch verfasst. Umstellen lässt sich die Sprache nicht. Nur wer in der Adressleiste genau hinsieht, entdeckt am Ende der Adresse "=CH&lang=fr". Tauscht man "fr" mit "de" und lädt die Seite neu, erscheint der Inhalt auf Deutsch.

Der Officejet unterstützt von Haus aus Googles Cloud Print. Das lässt sich ähnlich leicht einrichten wie der Drucker selbst. Einziger Wermutstropfen: Via Cloud Print akzeptiert der Officejet kein Querformat. Das scheint jedoch eher ein Google- als ein HP-Problem zu sein. In Googles Supportforum finden sich etliche Beiträge zu dem Problem.

A4-Seite in Schwarzweiss nach 13 Sekunden fertig

HP liefert den Officejet mit zwei Tintenpatronen aus. Eine mit schwarzer Farbe und eine mit den Primärfarben Yellow, Cyan und Magenta. Die Farbpatrone reicht laut HP für etwa 330 Seiten. Die schwarze Patrone für etwa 480 Seiten.

Für A4-Dokumente in Schwarzweiss benötigt der Officejet etwa 13 Sekunden. Für ein randloses Bild (10 x 15 Zentimeter) auf Fotopapier in höchster Qualitätsstufe muss man etwa 1 Minute warten.

Zusatzfunktion: "Schnellformulare"

Für einen Scan in Farbe benötigt der Officejet etwa 20 Sekunden. HP bietet ein eigenes Scan-Tool, mit dem man gescannte Dokumente leicht bearbeiten und in acht verschiedenen Formaten ausgeben lassen kann: PDF, PDF durchsuchbar, TIFF, PNG, JPEG, JEPG-2000, RTF und TXT.

Über sein Touchdisplay bietet der Officejet die Funktion "Schnellformulare". Darüber kann man etwa ohne den Weg über einen PC Kalender oder Sudokus ausdrucken.

Ersatzpatronen je 30 Franken

Der Officejet 4650 unterstützt Apple Airprint und ist von Mopria zertifiziert. Das heisst, er unterstützt ausser den iOS-Geräten von Apple auch Smartphones und Tablets, die unter Android, Blackberry, Symbian, Windows 8, Windows RT und Windows 10 Mobile laufen.

HP empfiehlt einen unverbindlichen Verkaufspreis von 139 Franken. Die Ersatzpatronen kosten je 30 Franken. Der Drucker benötigt jeweils eine Patrone für Schwarz und eine für Farbe. Ein Satz Patronen kostet somit 60 Franken.

Persönliche Meinung des Autors:

Wer ab und zu im Homeoffice etwas drucken will, eventuell mal ein Fax senden und Dokumente digitalisieren möchte, macht mit dem Officejet 4650 sicherlich kein schlechtes Geschäft. Die Druckqualität war durchweg zufriedenstellend. Fotos meisterte der Officejet ebenfalls passabel. Mit dem Ergebnis eines Fotodruckers kann und will er vermutlich nicht mithalten.
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