Leistungsstarkes Convertible

Hands-on: Lenovo Yoga 900

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Mit dem Yoga 900 hat Lenovo den Nachfolger des Yoga 3 Pro eingeführt. Die Redaktion testete das 13-Zoll-Convertible.

Lenovo hat mit dem Yoga 900 ein neues 2-in-1-Notebook herausgebracht. Nach Angaben des Herstellers sei das ab 1500 Franken erhältliche Gerät das "weltweit dünnste Intel Core i-Convertible"; was die Dimensionen des Yoga 900 betrifft, so eignet es sich mit einer Dicke von 1,5 cm und einem Gewicht von 1,3 kg tatsächlich gut für den mobilen Einsatz.

Kompromisse im Design

Diese Ausmasse bringen aber auch Nachteile mit sich. So lässt sich gerade der dünne Bildschirm des Yoga 900 leicht biegen – Dies trotz beschichtetem Aluminiumgehäuse, wodurch das Convertible zumindest hochwertig aussieht. Anders bei den sechs Gliederscharnieren an der Rückseite des Geräts. Diese bestehen laut Angaben des Herstellers aus 813 Einzelteilen und wirken sehr gut verarbeitet.

Die Scharniere fügen sich allerdings nicht in das Gesamtdesign des Yoga 900 ein und verleihen ihm ein etwas rustikales Aussehen. Dass Lenovo mehr Wert auf Stabilität als aufs Design legte, scheint naheliegend. So geben die straffen Gliederscharniere dem Gerät in jeder Klapp- und Aufstellposition einen stabilen Stand.

Etwas enttäuschend wirkt die Verarbeitung, wenn das Gerät geöffnet ist: Die gummierte Handballenauflage wirkt nicht wertig verarbeitet, die Bedienung der flachen Tastatur und des Clickpads ist gewöhnungsbedürftig.

Leistung überzeugt, Display nicht

Mit seinem Core-i7-Prozessor von Intel und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher mit 1600 Megahertz läuft das Yoga 900 flüssig und mit langer Akkulaufzeit. Auch ist das überarbeitete Lüftersystem während des Einsatzes kaum zu hören. Das Convertible wartet zudem mit 512 Gigabyte SSD-Datenspeicher auf.

Positiv fallen auch die vielen Schnittstellen des Yoga 900 auf: Es verfügt über zwei USB 3.0.-, einen USB-Typ-C-Port mit Video Out, einen USB-2.0-Anschluss zum Laden, einen 4-in-1-Speicherkartenleser und eine Kopfhörerbuchse.

Das 13 Zoll grosse IPS-Display sorgt mit seinen 3200 mal 1800 Pixeln zwar für ein scharfes Bild. Doch spiegelt das Display stark und gibt das Bild auch auf höchster Helligkeitsstufe noch recht dunkel wieder – auch bei kontrollierten Lichtverhältnissen im Büro. Zudem fallen die Ränder des Bildschirms relativ dick aus. Ausserdem liefert die integrierte 720p HD-Webkamera bloss mittelmässige Ergebnisse.

Die Verwendung als Tablet funktionierte einwandfrei. Das Yoga 900 führte selbst schnelle Befehle rasch und ohne Ruckeln aus. Die flache Tastatur ist hier von Vorteil, da Sie beim Halten des Tablets kaum stört.

Fazit

Punkto Leistung konnte das Lenovo Yoga 900 durchaus überzeugen. Es lief stets flüssig, lange und ohne störende Lüftergeräusche. Auch die geringe Dicke des Convertibles sowie sein leichtes Gewicht sind ebenso positiv hervorzuheben wie seine Ausstattung an Schnittstellen.

Ansonsten erzielte das Lenovo Yoga aber nur mittelmässige Resultate. Sowohl Design und Verarbeitung lassen zu wünschen übrig – Ebenso wie das sehr dunkle und spiegelnde Display und die Bedienung von Tastatur und Clickpad.

Die Webkamera ist nur für gelegentliche Video-Konferenzen geeignet, liefert für den häufigen Gebrauch aber ein zu unscharfes Bild. Gerade für den relativ hohen Verkaufspreis – das getestete Gerät kostet rund 1800 Franken – hätte man sich ein hochwertigeres Convertible mit besserem Display gewünscht.

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