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Sascha Moellering von AWS über die Bedeutung von Object Storage

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Nebst der Frage nach der Hardware müssen sich Storage-Spezialisten auch noch mit der anderen grossen Storage-Frage befassen: Object-, Block- oder dateibasierte Systeme? Sascha Moellering, Solutions Architect bei AWS, stellt sich den Fragen der Redaktion.

(Source: sorbetto / iStock.com)
(Source: sorbetto / iStock.com)

Was sind die wichtigsten Vor- und Nachteile von Object Storage?

Sascha Moellering: Diese Frage lässt sich nicht pauschal, sondern nur abhängig vom Einsatzbereich beantworten. Der Service Amazon S3 ist ein Objektspeicher zum Speichern und Abrufen beliebiger Datenmengen. Unternehmen haben heutzutage die Anforderungen, Daten in massivem Umfang einfach und sicher erfassen, speichern und analysieren zu können. Amazon S3 hat den Vorteil, dass es für 99,999999999-prozentige Haltbarkeit ausgelegt ist. Im Gegensatz zu klassischen dateibasierten Systemen werden Dateien in S3 über einen HTTP-Endpunkt angesprochen, was aufgrund der Netzwerkkommunikation höhere Latenzen mit sich bringt. Die Einsatzzwecke von Object Store und File Store sind aber unterschiedlich.

Haben Block- und dateibasierte Systeme ausgedient?

Block- und dateibasierte Systeme haben nicht ausgedient, denn viele Kunden von AWS nutzen Amazon Elastic Block Store (Amazon EBS), ­einen Service, der Volumes für die persistente Block-Speicherung in ­Verbindung mit Amazon EC2 Instances in der AWS-Cloud bietet. Falls Dateien über NFS zwischen EC2-Instanzen geteilt werden sollen, bietet sich der Service Amazon Elastic File System (Amazon EFS) an: Dieser stellt einen einfachen, skalierbaren Dateispeicher für Amazon-EC2-­Instances in der AWS-Cloud bereit. Beide Services haben unterschied­lichen Einsatzmöglichkeiten. Die Kombination zwischen Objektspeicher, Blockspeicher und Dateispeicher ist die Basis für viele skalierbare ­Architekturen.

Was hindert Object Storage daran, eine breitere Marktabdeckung zu erreichen?

Amazon S3 ist die Basis für viele skalierbare und elastische Workloads. Der Service Amazon S3 hält Billionen von Objekten mit regelmässigen Peaks mit Millionen von Anfragen pro Sekunde.

Welche Technologie wird letztlich das Rennen machen?

Jede dieser Technologien ist für bestimmte Einsatzzwecke geeignet, in Kombination können diese eingesetzt werden, um skalierbare, kosten­effiziente und ausfallsichere Architekturen zu bauen.

Wie wichtig ist Object Storage für Sie und Ihre Partner?

Amazon S3 spielt in einer Vielzahl von Use-Cases eine wichtige Rolle. Ausser für Data Lakes für die Speicherung und Verarbeitung massiver Datenmengen auch zur Auslieferung von statischen Inhalten. Weitere andere Einsatzmöglichkeiten sind beispielsweise Back-ups, Versionierung und Archivierung.

Welche Herausforderungen stellen sich Resellern, Herstellern und Distributoren?

Für den Aufbau skalierbarer, performanter und kosteneffizienter Architekturen besteht die Herausforderung darin, die für die jeweiligen Anforderungen richtigen Speicherservices zu finden. Ein Apache-Kafka-Cluster hat beispielsweise völlig andere Anforderungen als eine Cassandra-Datenbank.

Sascha Moellering, Solutions Architect bei AWS. (Source: zVg)

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