Swisscom im Podium

Wo die Umstellung auf All-IP gemäss Beat Döös stockt

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Ende 2017 war auch das Ende von ISDN. Die Migration auf den neuen IP-basierten Standard läuft bereits seit Jahren. Doch ist die Umstellung auf All-IP nun im entscheidenden Moment noch auf Kurs? Es antwortet Beat Döös, Head of All IP Transformation bei Swisscom.

Beat Döös, Head of All IP Transformation Programm bei Swisscom. (Source: zVg)
Beat Döös, Head of All IP Transformation Programm bei Swisscom. (Source: zVg)

Ist die Umstellung auf All-IP vollständig abgeschlossen? Wo gibt es noch Nachholbedarf?

Beat Döös: Die Umstellung auf All-IP läuft bei Swisscom seit fünf Jahren plangemäss. Praktisch alle Privatkunden wie auch die Mehrheit der Geschäftskunden sind auf All-IP umgestellt. Das sind mehr als 2 Millionen Kunden, über 90 Prozent. Wir haben 2018 damit begonnen, erste Standorte und ganze Regionen vollständig auf All-IP umzustellen, um dort den Rückbau der Zentralen voranzutreiben.

Was müssen die Nachzügler jetzt beachten?

Wir empfehlen speziell Geschäftskunden, sich so rasch wie möglich mit dem Thema auseinanderzusetzen, falls dies noch nicht erfolgt ist. Wir kontaktieren jedoch jeden Kunden, der noch nicht umgestellt hat, persönlich, und wenn notwendig mehrfach (schriftlich, telefonisch). Die IP-Technologie bringt viele Vorteile: Geschäftskunden profitieren von einfacheren Formen der Zusammenarbeit, besserer Kostenkontrolle, schnellerer Reaktionsmöglichkeit und so weiter. Auch können die allermeisten bestehenden Geräte weiterverwendet werden.

Wo kommt es zu Verzögerungen?

Wie erwartet ist die Migration bei Geschäftskunden anspruchsvoll und nimmt entsprechend Zeit in Anspruch. Doch war dies voraussehbar, weshalb entsprechend Zeit eingeplant wurde.

Was geschieht nun mit der alten Infrastruktur?

Mit jeder vollständigen Umstellung eines Standorts, beziehungsweise einer Grossregion, wird nun laufend die alte TDM-Infrastruktur zurückgebaut.

Welche Chancen ergeben sich für den Channel?

Mit All-IP werden Bestellung und Installation häufig einfacher. Mit der einheitlichen Technik ergeben sich neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Kunden und Partnern. Zum Beispiel kann der Partner, der einen KMU-Kunden betreut, Modifikationen am System direkt online durchführen und kann so aufwändige Einsätze vor Ort reduzieren.

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