Nachgefragt

"Die ISE ist der Event für AV und ­elektronische Systeme in Europa"

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Die AV-Messe Integrated Systems Europe (ISE) hat sich in den letzten Jahren zur Leitveranstaltung im ­Bereich Digital Signage entwickelt. Seit September 2015 organisiert der Veranstalter eine weitere Eventreihe, die speziell auf Digital Signage ausgerichtet ist. Im Interview erklärt Managing Director Mike Blackman, was dies für die ISE bedeutet.

ike Blackman, Managing Director der Integrated Systems Europe. (Quelle: ISE)
ike Blackman, Managing Director der Integrated Systems Europe. (Quelle: ISE)

Was erwartet die Besucher an der diesjährigen ISE?

Mike Blackman: Die ISE 2016 ist schon jetzt grösser als die letztjährige Messe. Über 1000 Aussteller werden zugegen sein – davon 15 aus der Schweiz. Letztes Jahr kamen mehr als 59 000 Gäste nach Amsterdam. Es wäre schön, wenn wir diese Besucherzahl 2016 um 7 Prozent übertreffen könnten. Wir verlängern den Event dieses Jahr von drei auf vier Tage – auf Wunsch der Aussteller und Besucher. Denn sie wollen mehr Zeit für den Austausch untereinander. In drei Tagen konnten die Besucher noch nicht einmal die Hälfte der Ausstellung sinnvoll besuchen. Da die Fläche ausverkauft war, war es den Ausstellern auch nicht möglich, ihre Stände zu vergrössern, um mit der steigenden Besucherzahl zurechtzukommen. Folglich mussten wir die ISE verlängern.

Wie erklären Sie sich den Erfolg der Messe?

Der Erfolg der ISE lässt sich darauf zurückführen, dass wir auf unsere Aussteller und Besucher hören. Wir wollen die Messe so weiterentwickeln, dass die Bedürfnisse beider Gruppen berücksichtigt werden. Wir haben ein Beratungsgremium, bestehend aus Unternehmen verschiedener Grössen und Branchen. Zudem führen wir regelmässig Umfragen unter den Besuchern durch, um ihre Bedürfnisse zu erkunden.

Hat sich das Publikum mit der Zeit verändert?

Einige unserer Aussteller sagten uns, dass IT bei ihren Lösungen eine immer grössere Rolle spiele. IT-Manager werden deswegen immer stärker involviert, wenn es um Kaufentscheidungen im AV-Bereich geht. Wir haben für die ISE 2016 daher eine dedizierte Marketingkampagne lanciert, die sich an IT-Manager richtet. Sie soll ihnen aufzeigen, was sie an der ISE sehen und lernen können.

Wieso sollten Unternehmen den ­weiten Weg nach Amsterdam auf sich nehmen?

Die ISE ist der Event für AV und elektronische Systeme in Europa. Wollen sich Unternehmen darüber informieren, was neu und wichtig ist und wovon ihr Geschäft profitieren könnte, ist die ISE 2016 der richtige Ort für sie. So können sie weiterhin die Nase vorn haben.

Die ISE begann in Genf. Sieht man die Schweizer Wurzeln heute noch?

Vor zwölf Jahren sind wir aus Genf wegge­zogen. Wir profitieren aber noch immer von diesem ersten Standort. Er gab uns eine neutrale Stellung: Wir sind heute ein europäischer Event und kein niederländischer, belgischer oder deutscher. So kommen die Besucher heutzutage auch aus über 150 Ländern zu uns.

Wie waren die Reaktionen auf den ersten Digital Signage Summit letzten September?

Die ISE und Invidis Consulting zusammenzubringen, war offensichtlich die richtige Entscheidung. Unser Joint Venture profitiert von ihrem Wissen über den Digital-Signage-Markt und unserer Expertise im Bereich Eventmanagement. Seit dem ersten Summit in München stieg unsere Besucherzahl deutlich. Auch unser erster Event in Dubai war ein überwältigender Erfolg. Wir planen nun weitere Events unter diesem Brand.

Wird Digital Signage an der ISE ­deswegen nun einen geringeren ­Stellenwert einnehmen?

Digital Signage wird an der ISE auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Zusammen mit unserem Partner Invidis werden wir täglich Seminare und Briefings zu dem Thema gestalten sowie Touren durch die Ausstellung und durch die Stadt organisieren – alles unter dem Brand des Digital Signage Summit.

Wie entwickelt sich der Markt für ­Digital Signage derzeit?

Der Markt entwickelt sich technologisch weiter. Gewisse Regionen investieren in neue Systeme, während andere sich zurückhalten. Dennoch sehen wir gute Gründe, unsere Bemühungen und Events in dem Bereich weiter auszubauen. An der ISE 2016 werden Besucher etwa AV-Lösungen für den Bildungssektor und mehr 4k-Produkte sehen.

Was sind Ihre persönlichen Ziele für die nächste ISE und darüber hinaus?

Ich will mit der ISE einen Event pflegen, der auch weiterhin diese rege und lebhafte Industrie widerspiegelt und unterstützt. Die Neuheiten, die unsere Aussteller jedes Jahr präsentieren, haben mich stets fasziniert. Die ISE mauserte sich mit der Zeit für viele Unternehmen zur Lancierungsplattform für den Jahresbeginn. Ich hoffe, dass wir den Ausstellern und Besuchern dies auch künftig bieten können.

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