Sophos will Privatrechner schützen und verlangt Daten im Gegenzug
Der britische Sicherheitsanbieter Sophos bringt sein Viren- und Malwareschutz für Unternehmen auf heimische Rechner. Wer sich darauf einlässt zahlt mit seinen persönlichen Daten.
"Sophos bietet Endverbrauchern kostenlose IT-Sicherheit auf Unternehmensniveau" heisst es in einer Mitteilung des britischen Sicherheitsexperten Sophos.
Die steigenden Nutzungszahlen mobiler Geräte und zunehmende Gefahren durch Viren, Spam und Malware hätten Sophos dazu veranlasst, Endverbraucher zu schützen.
Von Windows 7 bis Mac OS 10.11
Sophos Home sei eine Sicherheits-Suite, die auf der Technologie der Unternehmenslösungen von Sophos aufbaue. Die Handhabung habe man jedoch vereinfacht, damit Endverbraucher nicht überfordert würden.
Sophos Home erkennt gemäss Mitteilung Zero-Day-Attacken, schützt vor Malware, Phishing und unerwünschten Apps. URLs blockt die Suite automatisch. Kompatible Browser seien Microsoft Edge, Internet Explorer 10 oder höher, Safari, Chrome und Firefox.
Sophos Home läuft gemäss Mitteilung unter Windows 7, Windows 8/8.1, Windows 10, Mac OS X 10.8, 10.9, 10.10 und 10.11.
Umfangreiche Bedingungen
All das sei komplett gratis. Und das stimmt zumindest aus monetärer Sicht. Geld muss man Sophos nicht dafür geben.
Wer Sophos Home installieren möchte, muss sich aber zunächst einen Account anlegen. Wer das macht akzeptiert die sogenannten "Terms & Conditions". Und die haben es in sich.
"By creating an account, you expressly acknowledge and agree that us of this product will require the collection an processing by Sophos of personal data."
Wer einen Account kreiert, akzeptiert, dass Sophos persönliche Daten sammelt und verarbeitet. Welche Daten sind das genau? Was macht Sophos damit?
Das steht in der Sophos Privacy Policy. Die akzeptiert man mit den "Terms & Conditions". Wortwörtlich steht da, dass Sophos etwa das Alter, Kreditkarteninformationen, die Adresse, die Job-Position, die Telefon- und Handynummer sowie die IP-Adresse sammelt.
We may collect personal data such as your name, company position, address, telephone number, mobile number, fax number, email address, credit card details, age, IP address, and account usernames.
Und für was? Es ist nicht eindeutig klar:
If you provide personal data to us, we will collect that information and use it for the purposes for which you have provided it and in accordance with this privacy policy.
Die Privacy Policy hat auch einen eigenen Abschnitt zu Sophos Home. Darin steht, dass Sophos direkt und ohne Einschränkungen mit geschützten Geräten kommuniziert. Dabei zieht Sophos Informationen über die Nutzung, Leistung der Services und Infektionslogs.
We may directly and remotely communicate with your protected devices for the purposes of, without limitation (i) applying policy and configuration changes to such devices; and (ii) extracting usage information, service performance information, and infection logs.
Mit den "Terms & Conditions" akzeptiert man ausserdem, dass man von Sophos Informationen zu Produkten und Services erhält.
You consent to receive communications about Sophos products and services, and you have read, understood and accepted the Sophos End User License Agreement and the Sophos Privacy Policy.
Sophos Home kostet vielleicht kein Geld. Gratis ist der Services aber nicht. Man gibt eine Menge persönliche Daten preis.
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