Preview von ICT-Switzerland

Das autonome Postauto kommt an die Cebit

Uhr | Aktualisiert

ICT-Switzerland hat sich ambitionierte Ziele für die Cebit 2017 gesetzt. An einem Pressevent informierte der Verband zusammen mit den Cebit-Veranstaltern über die Pläne. Start-ups stehen im Fokus.

Oliver Frese, Andreas Kaelin und Ralph Mogicato. (Quelle: Netzmedien)
Oliver Frese, Andreas Kaelin und Ralph Mogicato. (Quelle: Netzmedien)

Was können Besucher von der Cebit 2017 erwarten? Welche Schwerpunkte wird es geben? Wie wird sich die Schweiz präsentieren? Über diese Fragen informierten ICT-Switzerland und die Cebit-Veranstalter an einer Medienkonferenz in Zürich.

Kurz zusammengefasst, die Schweiz will an der nächsten Cebit Gas geben und die Messe als eine zentrale Plattform nutzen. An der Veranstaltung sprachen Oliver Frese, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG, ICT-Switzerland-Geschäftsführer Andreas Kaelin und Ralph Mogicato vom Swiss ICT Investor Clubs (Sictic)

"D!conomy" die dritte

Wie schon in den beiden Vorjahren steht die Cebit wieder unter dem Motto "D!conomy", was für digitale Ökonomie steht. Diesmal mit dem Zusatz: "no limits", womit die Cebit laut Frese die Potenziale wie auch Herausforderungen der Digitalisierung ansprechen wolle.

Die Schwerpunkte der diesjährigen Messe sind die Themen:

  • Künstliche Intelligenz

  • Virtual Reality und Augmented Reality

  • Sicherheit

  • Cloud

Besonders hob Frese auch den neuen Schwerpunkt Drohnen hervor. In dieser Technologie stecke viel Businesspotenzial, Anfangen bei der Landwirtschaft, über Rettungseinsätze, bis hin zur Kartierung.

In der Halle 17 wird es einen grossen Showcase zu Drohnen gebe. Auch kündigte er Foren für den Austausch und die Präsentation an. "Die Cebit wir die grösste Drohnenveranstaltung der Welt sein", sagte Frese. In den nächsten Tagen werde die Messe Näheres zu den Plänen bekanntgeben.

Laut Frese werden 2017 rund 3000 Aussteller aus 70 Nationen an der Cebit teilnehmen. Dazu erwarte er mehr als 200'000 Besucher aus 90 Nationen. Gastland ist in diesem Jahr Japan, aus dem hohe Vertreter aus Wirtschaft und Politik erwartet werden.

Mehr Start-ups denn je

Die Cebit wolle den Fokus auf Start-ups noch weiter ausbauen, sagte Frese. Im Start-up-Bereich Scale 11 sollen 2017 mehr als 400 Jungunternehmen aus über 25 Ländern auftreten.

Auch die Schweiz will stark mit Start-ups an der Cebit präsent sein. Laut Kaelin möchte ICT-Switzerland bis zu 40 Schweizer Start-ups zur Cebit bringen. Die ersten Anmeldungen habe der Verband auch schon verzeichnet, genaue Namen wollte Kaelin aber noch nicht nennen.

Die Start-ups erhalten subventionierten Zugang zu Messe. Die Hälfte der Zeit sollen sie sich am „Swiss Pavilion“ und die andere Hälfte bei Scale 11 präsentieren können. 80 Quadratmeter Ausstellungsfläche plant ICT-Switzerland bei Scale 11 ein.

Grosse Schweizer Beteiligung erwartet

Kaelin betonte in seiner Präsentation, wie wichtig die Cebit für die Schweizer ICT-Landschaft sei. Diese grosse Messe sozusagen vor der Haustür der Schweiz, nur eine Flugstunde entfernt, sei eine grosse Chance.

Die Schweiz müsse sich stärker als Innovations- und ICT-Nation präsentieren, wofür die Cebit die ideale Plattform sei. Gerade da der ICT-Bereich in den letzten Jahren im Verhältnis zu der Gesamtwertschöpfung stagniere. Die Schweiz habe hier noch Hausaufgaben zu machen, betonte er.

In dieser Hinsicht sei die diesjährige Cebit, mit der Schweiz als Gastland, ein voller Erfolg gewesen. Auch Bundespräsident Johann Schneider-Ammann teile diese Einschätzung, sagte Kaelin.

ICT-Switzerland habe sich daher das Ziel gesetzt, doppelt so viele Schweizer Aussteller zur Cebit 2017 zu bringen, wie im Jahr 2015. Hierfür steht der "Swiss Pavilion" mit 600 Quadratmetern Ausstellerfläche bereit.

Leuchttürme aufzeigen

Wichtig für die Schweiz sei es, die Leuchttürme der Innovation stärker hervorzuheben. Daher wird das in Sion fahrende autonome Postauto mit zur Cebit reisen. In der Halle 13 wird der "Smart Shuttle" Gäste transportieren.

Zusätzlich soll die Drohne an der Leine namens Fotokite die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich ziehen. Ausserdem werden sich zahlreiche Schweizer Hochschulen mit ihren Forschungsergebnissen präsentieren, kündigte Kaelin weiter an.

"Sictic Pitch Night Ride"

Zum Abschluss sprach Ralph Mogicato vom Business-Angel-Netzwerk Sictic. Mit einem neuen Konzept will Sictic Start-ups zur Cebit bringen. Diese trägt den Namen "Sictic Pitch Night Ride". Die Idee dahinter ist folgende: Am Abend werden Vertreter von Start-ups in Zürich in einen Bus nach Hannover gesetzt. Dieser fährt die Nacht durch und während der Reise werden die Start-up-Vertreter für Pitches an der Cebit fit gemacht.

Am Tag darauf erfolgen die Pitches und am selben Abend geht es dann wieder zurück nach Zürich, sagte Mogicato. Er bezeichnete das Konzept als einen "Hardcore-Event", da alles sehr schnell und innovativ sei.

Zum Abschluss der Veranstaltung wünschte sich Kälin eine erfolgreiche Cebit, welche Strahlkraft für die gesamte ICT-Branche habe. ICT-Switzerland tue einiges dafür.

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