Studie von Context

Industrielle 3-D-Drucker meiden den Channel

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Der Channel-Anteil am Markt für 3-D-Drucker variiert. Im High-End-Bereich werden immer mehr Geschäfte direkt abgewickelt. Anderswo zeigt der Trend in die andere Richtung.

(Quelle: Fotolia)
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Der Markt für 3-D-Drucker bewegt sich zugleich in zwei unterschiedliche Richtungen. Der Bereich Personal/Desktop wird zunehmend über den Channel vertrieben. Das Segment Industrial/Professional immer weniger.

Dies geht aus den jüngsten Zahlen des Marktforschers Context hervor. Demnach generierten indirekte Geschäfte 2016 etwa 64 Prozent des Umsatzes mit Personal- und Desktopgeräten. Im Vorjahr waren es noch 61 Prozent. Zu dieser Kategorie gehören Geräte mit einem Verkaufspreis von weniger als 5000 US-Dollar.

Die teureren Geräte – mit einem Preisschild von 10'000 bis 1'000'000 Dollar – zählt der Analyst zu den Industrial- und Professional-Geräten. Hierzu gehören auch Metalldrucker. Diese gewinnen laut Context immer mehr an Boden.

Zu teuer für den Channel

Metalldrucker werden vor allem in der herstellenden Industrie verwendet – im Gegensatz zu plastikbasierten Geräten, die vornehmlich im Bereich Prototyping zum Einsatz kommen.

Da es sich aber um sehr grosse und sehr teure Geräte handle, würden sie sich nicht für den indirekten Verkauf eignen. Der Trend zeigt daher in Richtung Direktgeschäfte. 2015 liefen 65 Prozent des Umsatzes über Distributoren - 2016 waren es noch 57 Prozent.

Derzeit steigen gemäss der Studie mit HP und GE jedoch zwei channel-fokussierte Hersteller in das 3-D-Drucker-Geschäft ein. Dies könnte die Verteilung zwischen direkten und indirekten Geschäften wieder aufmischen.

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