Digital-Signage-Podium

Renato Schmidlin über den Markt für Digital Signage

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Das Geschäft mit Digital Signage steckt in der Schweiz noch in Kinderschuhen. Für Marktteilnehmer bedeutet dies vor allem viel Potenzial. Renato Schmidlin, Product Manager Digital Signage bei Alltron, erklärt, wie er den Markt wahrnimmt und wo es Chancen gibt.

Renato Schmidlin, Product Manager Digital Signage bei Alltron. (Quelle: Alltron)
Renato Schmidlin, Product Manager Digital Signage bei Alltron. (Quelle: Alltron)

Welche wirtschaftlichen Entwicklungen erwarten Sie im Schweizer Markt für Digital Signage?

Wir erwarten ein grosses Wachstum von Digital-Signage-Lösungen und zwar vor allem für KMUs und Einzelunternehmen. Dafür sprechen drei Faktoren: Erstens kann Digital Signage, einfach gesagt, jeder nutzen. Zweitens sind heutige Systeme für beinahe alle Ansprüche geeignet, vom Ein-Mann-Betrieb bis zum grossen Konzern. Und drittens benötigt man für «professionelle» Digital-Signage-Lösungen mittlerweile auch kein riesiges Budget mehr.

Was gilt es bei einem Digital-Signage-Projekt zu beachten?

Damit ein solches Projekt gelingt, sollte man sich bereits im Vorfeld einige Fragen stellen. Zum Beispiel, ob man informieren, unterhalten oder eine Kombination aus beidem realisieren will. Passt das Medium überhaupt zur Zielgruppe und Corporate Identity? Wichtig ist auch zu wissen, was man mit einer Digital-Signage-Lösung bewirken will: Zum Beispiel die Aufmerksamkeit der Laufkundschaft erhöhen oder die Kunden länger im Geschäft halten? Einen kurzen Workshop zu besuchen, in dem solche Fragen thematisiert werden, ist hilfreich.

Welche technischen Trends erwarten Sie im Bereich Digital Signage?

Die Interaktion und Flexibilität der Inhalte wird zunehmen, nicht zuletzt durch Erweiterungen wie Sprach- und Gesichtserkennung. Digital-Signage-Hardware wird die digitale Welt in der realen Welt präsenter machen. Und wir gehen davon aus, dass mit Digital Signage in Zukunft auch automatisierte Big-Data-Analysen realisiert werden können.

Welche neuartigen Digital-Signage-Lösungen haben Sie für 2017 geplant?

Bei uns stehen dieses Jahr zwei neue Lösungen im Zentrum: IoT und Digital Signage sowie iBeacons und Digital Signage. Zum einen verknüpfen wir Digital Signage mit dem Internet der Dinge sowie Produkten wie Bewegungs- oder Ultraschallsensoren und Funksteckdosen. Gleichzeitig wird ein System offen für Drittanwendungen wie Philips Hue oder Osram Lightify sein. Zum anderen integrieren wir die iBeacon-Technologie, um damit Kunden lokalisieren und ihnen direkt Informationen auf ihre Mobilgeräte schicken zu können sowie um mit den Signage-Displays zu kommunizieren. So werden einem Besucher in Zukunft beispielsweise automatisch aktuelle Promotionen für Sportschuhe zugesendet, während auf umliegenden Bildschirmen ein Imagevideo des Brands abgespielt wird. Diese multimediale Vernetzung ermöglicht die Variation einmaliger Einkaufserlebnisse.

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