Digital-Signage-Podium

Sandro Kohler über den Markt für Digital Signage

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Das Geschäft mit Digital Signage steckt in der Schweiz noch in Kinderschuhen. Für Marktteilnehmer bedeutet dies vor allem viel Potenzial. Sandro Kohler, Senior Art Director Motion Picture bei Goldbach Interactive, erklärt, wie er den Markt wahrnimmt und wo es Chancen gibt.

Sandro Kohler, Senior Art Director Motion Picture bei Goldbach Interactive. (Quelle: Goldbach Interactive)
Sandro Kohler, Senior Art Director Motion Picture bei Goldbach Interactive. (Quelle: Goldbach Interactive)

Welche wirtschaftlichen Entwicklungen erwarten Sie im Schweizer Markt für Digital Signage?

Als Digitalagentur stellen wir eine steigende Nachfrage bei Werbetreibenden fest. Der Einsatz von bewegtem digitalen Content ist momentan eine der effizientesten Werbemassnahmen, wenn es um die Schaffung von Aufmerksamkeit geht. Dazu kommt, dass Ladengeschäfte die Möglichkeit haben, digitale Schaufenster zu betreiben und so indirekt im öffentlichen Raum zu werben – ein rechtlicher Graubereich. Sollte sich die Rechtslage ändern, hätte das natürlich auch Einfluss auf die Branche und die Verteilung der Budgets.

Was gilt es bei einem Digital-Signage-Projekt zu beachten?

Alle kennen das Beispiel der Imbissbude mit flimmerndem Windows-Logo auf den Bildschirmen. Setzt man Digital Signage ein, muss die Betriebssicherheit gewährleistet sein. Etwa durch stabile Betriebssysteme mit SSDs. Spezielle Vorgaben gelten auch für die Kreation, denn der Content läuft ohne Ton. Dies muss bei der Wahl von Schriftgrösse, Layout sowie der Aufbereitung beachtet werden. Zudem ist eine laufende Content-Aktualisierung je nach Tageszeit wichtig. Entsprechend sind ein solides Authoring und Scheduling bei solchen Anwendungen zentral.

Welche technischen Trends erwarten Sie im Bereich Digital Signage?

Vom technischen Aspekt her wird sich in naher Zukunft wohl nicht allzu viel ändern. Technologien und Formate wie 4k, HTML5, Javascript oder der Einsatz eines voll skalierbaren, cloudbasierten dynamischen CMS sind mittlerweile etablierte Standards. Spannend sind neue digitale Konzepte wie dynamische Inhalte, Geotargeting, die Verbindung zum Smartphone und Integration von Social Media oder auch interaktive Anwendungen und Touchscreens – um nur einige zu nennen.

Welche neuartigen Digital-Signage-Lösungen haben Sie für 2017 geplant?

Unsere Agentur entwickelt seit Jahren komplette HTML5-Kampagnen. Mittlerweile gehört das zu unseren Kernkompetenzen. HTML5 wenden wir auch bei Digital-Signage-Projekten an und nutzen somit das gesamte kreative Potenzial. Entsprechend planen wir dieses Jahr vermehrt integrierte digitale Kampagnen, bei denen Digital Signage einer der Hauptkanäle sein wird. Zudem arbeiten wir gerade an ein paar Kundenkonzepten für interaktive Litfasssäulen.

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