Akamai-Report

Schweiz bei IPv6 wieder vor Deutschland

Uhr | Aktualisiert

Die Schweiz gehört gemäss Akamais "State of the Internet Report" in Sachen Internetgeschwindigkeit weiterhin zur Weltspitze. Im DACH-Raum ist die Schweiz in allen Belangen Spitzenreiter.

Quelle: Fotolia
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Akamai hat seinen "State-of-the-Internet"-Bericht für das erste Quartal 2017 publiziert. Mit dem Bericht veröffentlicht das Unternehmen quartalsweise Kennzahlen zum weltweiten Internetverkehr, der über das Netzwerk des US-Unternehmens läuft.

Die weltweite durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit stieg demnach im Vergleich zum ersten Quartal 2016 um 15 Prozent auf 7,2 Megabit pro Sekunde. Die durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit stieg um 28 Prozent auf 44,6 Megabit pro Sekunde.

Singapur hat die schnellste Verbindung der Welt

Massgebliche Treiber des Geschwindigkeitsgipfels waren Singapur mit 184,5 Megabit pro Sekunde (+26 Prozent), Macao mit 132 Megabit pro Sekunde (+54 Prozent) und die Mongolei mit 131 Megabit pro Sekunde (+63 Prozent).

In Europa stieg die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit von insgesamt 19 Ländern. Darunter auch die der Schweiz. Mit plus 16 Prozent und 21,7 Megabit pro Sekunde landete sie auf Rang drei des Europa-Rankings.

Der zweite Platz ging mit plus 9,2 Prozent und 22,5 Megabit pro Sekunde an Schweden. Spitzenreiter war wie im Vorjahr Norwegen mit 23,5 Megabit. Norwegen legte im Jahresvergleich 10 Prozent zu.

Schweiz kratzt an 100-Megabit-Marke

Bei der durchschnittlichen Höchstgeschwindigkeit landete Schweden mit 95,3 Megabit pro Sekunde auf dem europäischen Spitzenplatz. Auf Platz zwei folge Rumänien mit 95 Megabit pro Sekunde, die Schweiz erreichte Rang drei mit 93,4 Megabit pro Sekunde.

Insgesamt kamen 28 der 31 von Akamai untersuchten europäischen Länder im ersten Quartal auf Höchstgeschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde. Deutschland und Österreich zählten mit 65,6 Megabit pro Sekunde respektive 63,1 Megabit pro Sekunde zu diesen 28 Ländern.

IPv6-Verbindungen gehen zurück

Akamai registrierte im ersten Quartal 2017 rund 814 Millionen eindeutige IPv4-Adressen, die mit den weltweit 216’000 Servern des Unternehmens verbunden waren. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche das einem Anstieg von 0,7 Prozent, schreibt Akamai.

Der Anteil der IPv6-Adressen ging im Vergleich zum vierten Quartal 2016 bei fast allen der Top-Ten-Länder zurück. Belgien verteidigte den ersten Platz mit einem Anteil von 38 Prozent, verlor im Quartalsvergleich aber 19 Prozent.

Platz zwei ging mit 25 Prozent IPv6-Anteil an Griechenland. Im Quartalsvergleich schrumpfte dieser jedoch um 16 Prozent. Auf Rang drei folgten die USA mit 22 Prozent (-15 Prozent).

Die Schweiz erreichte mit 21 Prozent (-22 Prozent) Platz vier, gefolgt von Trinidad und Tobago mit ebenfalls 21 Prozent (-4,8 Prozent). Deutschland fiel mit 20 Prozent (-20 Prozent) wieder zurück und landete auf Rang sechs. Im Vorjahr hatte Deutschland die Schweiz überholt.

Schweiz dominiert den DACH-Raum

56 Prozent der Schweizer Breitbandverbindungen, die über Akamais Server liefen, erreichten mehr als 15 Megabit pro Sekunde. Das entspricht laut Akamai einem Zuwachs von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit landete die Schweiz weltweit auf Rang zwei und in Europa auf Rang eins vor Norwegen.

In Deutschland kamen 33 Prozent der Breitbandverbindungen auf über 15 Megabit pro Sekunde (+27 Prozent), in Österreich erreichten 26 Prozent der Verbindungen mehr als 15 Megabit pro Sekunde (+19 Prozent).

Akamai bietet den vollständigen Report auf seiner Website kostenlos zum Download an.

Webcode
DPF8_43532

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