Mehr Glasfaser für Zürich

Initiative fordert Fiber to the Home im ganzen Kanton Zürich

Uhr | Aktualisiert

Eine neue Volksinitiative fordert einen Ausbau des Glasfasernetzes im Kanton Zürich. Fiber to the Home soll in den nächsten sieben Jahren überall im Kanton verfügbar sein.

(Source: Tim Friedrich / Fotolia.com)
(Source: Tim Friedrich / Fotolia.com)

Ein parteiunabhängiges Komitee hat die kantonale Volksinitiative Glasfasernetz für den Kanton Zürich lanciert. Die Initianten fordern den Regierungsrat dazu auf, die Elektrizitätswerke des Kantons (EWZ) zu verpflichten, ein flächendeckendes Glasfasernetz in ihrem Versorgungsgebiet (PDF) zu erstellen. Fiber to the Home (FTTH) soll in den nächsten sieben Jahren überall im Kanton verfügbar sein, heisst es in einer Mitteilung zur Initiative.

Überparteiliches Komitee

Hinter der Initiative stehen Martina Lattmann, Pascal Meier, Roman Desponds, Alfred Künzler, Jonas Meier und Peter Vollenweider. Lattmann ist Vizepräsidentin der SP Elgg-Hagenbuch und hat einen "Bachelor of Science ZFH in Informatik mit Vertiefung in Unternehmensinformatik" der ZHAW. Sie vertritt das Initiativkomitee nach aussen. Pascal Meier ist parteilos und arbeitet als Head Digital Search & Optimization bei UBS.

Das Initiativkomitee nennt auf seiner Website Gründe für einen Glasfaserausbau (Quelle: Screenshot von glasfaser-zh.ch)

Desponds ist Head of Digital Business bei Navyboot. Künzler ist Mitglied der SP, Gemeinderat in Winterthur und CEO des Providers Init7. Jonas Meier arbeitet als Systemadministrator bei Futurelab. Vollenweider ist bei der BDP aktiv, Gemeinderat in Illnau-Effretikon und Gründer von Agiba IT Services.

Gründe für die Initiative

"Schon in wenigen Jahren wird die Versorgung durch das FTTH-Glasfasernetz kantonsweit zum Service Public gehören, wie bereits heute die Strom- und Wasserversorgung", heisst es in der Mitteilung.

Der Wirtschaftsstandort Zürich befinde sich in einem stark digitalisierten Umfeld und müsse wettbewerbsfähig bleiben. Darum sei das Vorhaben zwingend notwendig. Es soll ausserdem verhindern, dass beim Internetzugang zwischen Stadt und Land eine Zweiklassengesellschaft entsteht.

"Ex-Monopolistin Swisscom setzt aktuell bewusst auf eine günstigere, aber nicht nachhaltige Fiber-to-the-Street-Technologie", schreiben die Initianten. Mit dieser erschliesse das Unternehmen die letzte Meile zum Gebäude über das herkömmliche Kupferkabel statt über Glasfaser.

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