Ständerat fordert Cyber-RS
Der Ständerat will eine Cyber-Rekrutenschule und eine Cybertruppe schaffen. Die Cybertruppe soll aus 150 IT-Spezialisten und 400 Milizangehörigen bestehen. Der Bunderat lehnt die Vorschläge teilweise ab.
In seiner Sitzung am Montag hat sich der Ständerat für eine Cyber-Rekrutenschule und eine Cybertruppe ausgesprochen. Wie SDA auf Parlamentsdienste mitteilt, nahm der Rat eine Motion von FDP-Ständerat Josef Dittli mit 34 zu 7 Stimmen an.
Auch den Cyberraum verteidigen
Dittli argumentierte, dass die Schweiz nicht nur den Boden und die Luft, sondern auch den Cyberraum verteidigen müsse. Dafür brauche die Armee ein Cyber-Defence-Kommando, heisst es in der Motion weiter. Für dieses Kommando empfiehlt Dittli eine Truppenstärke von 100 bis 150 IT-Spezialisten. Unterstützt werden sollen diese von 400 bis 600 Milizangehörigen.
Für die Ausbildung dieser Fachpersonen brauche es eine Cyber-Rekrutenschule. Diese soll nach Auffassung von CVP-Ständerat Erich Ettlin auch für militärdienst-untaugliche Personen geöffnet werden. "Wir brauchen talentierte Köpfe", sagte er.
Bundesrat lehnt Motion ab
Der Bundesrat sprach sich gegen die Motion aus. Er wandte sich vor allem gegen die Cyber-Rekrutenschule. Die Ausbildung von Cyber-Soldaten könne mit den traditionellen Ausbildungsmodellen der Armee nicht realisiert werden, sagte Verteidigungsminister Guy Parmelin. Er wolle gemeinsam mit Hochschulen geeignete Lösungen suchen.
Dem Cyber-Defence-Kommando gegenüber zeigte sich der Bundesrat offen. Mit einer Armeereform könnte eine solche Einheit geschaffen und integriert werden, sagte Parmelin. Als Nächstes wird sich der Nationalrat mit der Motion beschäftigen.
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