150 IT-Spezialisten

Ständerat fordert Cyber-RS

Uhr | Aktualisiert

Der Ständerat will eine Cyber-Rekrutenschule und eine Cybertruppe schaffen. Die Cybertruppe soll aus 150 IT-Spezialisten und 400 Milizangehörigen bestehen. Der Bunderat lehnt die Vorschläge teilweise ab.

(Source: Peter Mosimann / Bund)
(Source: Peter Mosimann / Bund)

In seiner Sitzung am Montag hat sich der Ständerat für eine Cyber-Rekrutenschule und eine Cybertruppe ausgesprochen. Wie SDA auf Parlamentsdienste mitteilt, nahm der Rat eine Motion von FDP-Ständerat Josef Dittli mit 34 zu 7 Stimmen an.

Auch den Cyberraum verteidigen

Dittli argumentierte, dass die Schweiz nicht nur den Boden und die Luft, sondern auch den Cyberraum verteidigen müsse. Dafür brauche die Armee ein Cyber-Defence-Kommando, heisst es in der Motion weiter. Für dieses Kommando empfiehlt Dittli eine Truppenstärke von 100 bis 150 IT-Spezialisten. Unterstützt werden sollen diese von 400 bis 600 Milizangehörigen.

Für die Ausbildung dieser Fachpersonen brauche es eine Cyber-Rekrutenschule. Diese soll nach Auffassung von CVP-Ständerat Erich Ettlin auch für militärdienst-untaugliche Personen geöffnet werden. "Wir brauchen talentierte Köpfe", sagte er.

Bundesrat lehnt Motion ab

Der Bundesrat sprach sich gegen die Motion aus. Er wandte sich vor allem gegen die Cyber-Rekrutenschule. Die Ausbildung von Cyber-Soldaten könne mit den traditionellen Ausbildungsmodellen der Armee nicht realisiert werden, sagte Verteidigungsminister Guy Parmelin. Er wolle gemeinsam mit Hochschulen geeignete Lösungen suchen.

Dem Cyber-Defence-Kommando gegenüber zeigte sich der Bundesrat offen. Mit einer Armeereform könnte eine solche Einheit geschaffen und integriert werden, sagte Parmelin. Als Nächstes wird sich der Nationalrat mit der Motion beschäftigen.

Webcode
DPF8_59371

Kommentare

« Mehr