Multifunktionaler Lichtmast

Wädenswil weiht Smart City Tower ein

Uhr | Aktualisiert

Wädenswil hat seinen Smart City Tower eingeweiht. SBB, EKZ, Elektron und die Stadt Wädenswil bauten den multifunktionalen Lichtmast – liebevoll "Pfosten" genannt – gemeinsam.

Die Stadt Wädenswil hat am 28. September ihren Smart City Tower eingeweiht. Gebaut haben den multifunktionalen Lichtmasten die Stadt Wädenswil, Elektron, die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) und die SBB in einem Partnerprojekt.

Dezente Funktionalität

Die Funktionalität des Masts ist unauffällig, er sieht fast aus wie eine gewöhnliche Strassenlaterne. Aber so soll es sein in der Smart City: Auf unaufdringliche Art und Weise misst der Tower mithilfe von Sensoren Lärm, Verkehrsfluss oder Feinstaub, liefert eine öffentliche Verbindung zum Internet, kann zum Aufladen des Elektroautos genutzt werden und leuchtet smart - nur dann, wenn es schummrig bis finster ist.

Bei der Einweihungsfeier ging das Licht etwa um halb sieben an – als sich die Sonne langsam verabschiedete. In dem Moment versammelten sich gerade die Vertreter aller beteiligten Partner unter dem Mast und schauten stolz hoch ins Licht.

Der Lichtmast wirkt auf den ersten Blick relativ bescheiden. (Source: Netzmedien)

Wichtigstes Ziel: Ressourcen schonen

Beim feierlichen Handschlag zum gelungenen Projekt waren Stadtpräsident Philipp Kutter, Regierungsrat Ernst Stocker, Enrico Baumann von Elektron, Peter Franken von den EKZ und Bruno Lochbrunner von den SBB dabei.

Alle hielten kleine Einweihungsreden unter dem Mast. "In der Schweiz sind wir bezüglich Smart City sehr gut aufgestellt", sagte Ernst Stocker. "Und warum sind wir so gut aufgestellt? Weil das Geld billig ist!" fuhr er fort. Er erklärte auch, was für ihn Innovation ausmache: "Innovation ist die Umwandlung von Wissen in Geld!"

Enrico Baumann vom Wädenswiler Unternehmen Elektron, das Licht- und Gebäudetechnik anbietet, erläuterte, welche Überlegungen seine Firma vor dem Bau angestellt hatte. Die Bedürfnisse der Bewohner an die Infrastruktur seien analysiert worden, diese zu erfüllen sei ein wichtiges Ziel. Ein Smart-City-Konzept verfolge aber in erster Linie das Ziel, Ressourcen zu schonen. "In der Strassenbeleuchtung ist die Digitalisierung bereits sehr real," sagte Baumann. "Viele Strassenlaternen enthalten bereits LEDs und sind variabel in ihrer Helligkeit."

Elektron installiert laut eigenen Angaben nur energieeffiziente Systeme – ganz ohne Strom geht es aber natürlich nicht. Die EKZ war daher ein wichtiger Partner für das Projekt. Die SBB mischte mit, weil sie "Mobilitätsdienstleister von A bis Z sein will", wie Bruno Lochbrunner sagte.

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DPF8_60145

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