Weltweiter Smartphone-Markt auf Rekordhoch

Smartphones sind teuer wie nie

Uhr | Aktualisiert

Im dritten Quartal 2017 ist die weltweite Smartphone-Nachfrage auf ein Rekordhoch gestiegen. Der westeuropäische Markt erlebte bei den verkauften Geräten hingegen den vierten Rückgang in Folge. Trotzdem stieg der Umsatz in dieser Region.

(Source: 32 pixels / Fotolia.com)
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Der weltweite Smartphone-Markt ist im dritten Quartal 2017 gewachsen. Wie der Marktforscher GfK mitteilt, stiegen die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahresquartal um 3 Prozent auf 367 Millionen Smartphones. Das ist zwar nur ein leichter Anstieg, wie die Marktforscher bemerken, dennoch sei dies die höchste Nachfrage aller erfassten dritten Quartale. Auch der durchschnittliche Verkaufspreis für Smartphones stieg um 7 Prozent an und verzeichnete das bisher grösste Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Vierter Rückgang in Folge

Besonders gross war die Smartphone-Nachfrage im dritten Quartal in Lateinamerika (+11 Prozent) und in Mittel- und Osteuropa (+9 Prozent), wo vor allem der russische und ukrainische Markt zulegten. In Westeuropa lag die Nachfrage bei 30,9 Millionen Geräten (-7 Prozent). Das ist der vierte Quartalrückgang in der Region in Folge. GfK erklärt den Negativtrend in Westeuropa mit dem gesättigten Markt und der verspäteten Markteinführung des iPhone X. Für das Gesamtjahr erwartet GfK sowohl in Märkten wie Deutschland, Grossbritannien und Frankreich einen Rückgang der verkauften Stückzahlen um sieben bis acht Prozent.

Trotz des mengenmässigen Rückgangs stieg der Umsatz in Westeurope gegenüber dem Vorjahresquartal um vier Prozent an. GfK erklärt dies mit einem um elf Prozent höheren durchschnittlichen Verkaufspreis. Die Verschiebung hin zu High-End-Geräten zeichne sich in Westeuropa als klarer Trend ab. Eins von acht verkauften Smartphones im dritten Quartal kostete mehr als 900 US-Dollar. Im Vorjahr war dies noch eines von 16 Geräten. Aus diesem Grund erhöhten die Marktforscher die Umsatzprognose in Westeuropa für das Gesamtjahr um sechs Prozent.

Gute Nachrichten für Hersteller

Arndt Polifke, Global Director für Telekommunikation bei GfK, sagt über die gestiegenen Durchschnittspreise: "Das sind gute Nachrichten für Hersteller, besonders in Regionen wie Westeuropa, wo die Marktsättigung zu geringeren Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr geführt hat. Die Branche legt den Schwerpunkt nun auf den Absatz von Premiumgeräten."

Die führenden Smartphone-Hersteller hätten alle bereits Premium-Modelle im Angebot oder brächten in Kürze neue auf den Markt. Gleichzeitig würden Kunden immer mehr Wert auf Premiumausstattung und -funktionen legen. Bei Produktneuheiten würden Themen wie Wasser- und Staubschutz, erhöhte Batterieleistung und Speicher, hochauflösende Ton-, Kamera- und Videokapazität, randloses Design und neuartige biometrische Sensoren eine wichtige Rolle spielen.

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