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Bernhard Caviezel von ABB spricht über Gebäude mit IQ

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Das Smarthome hat seinen Siegeszug angetreten – auch im Geschäftsumfeld. Bernhard Caviezel, Product Marketing Director von ABB Schweiz, erklärt, für wen sich smarte Gebäude lohnen, welches Marktpotenzial in der Schweiz besteht, und wie der IT-Fachhandel davon profitieren kann.

Bernhard Caviezel, Product Marketing Director von ABB Schweiz. (Source: ABB)
Bernhard Caviezel, Product Marketing Director von ABB Schweiz. (Source: ABB)

Für wen lohnt sich ein smartes Gebäude?

Bernhard Caviezel: Grundsätzlich für jeden, der Bedürfnisse bezüglich Sicherheit, Komfort, Energieeffizienz, Lifestyle und Unterstützung im Alltag hat. In einem smarten Gebäude werden dabei mehrere Bedürfnisse gleichzeitig abgedeckt. Keine Altersgruppe ist ausgegrenzt. Wir stellen eine verstärkte Nachfrage bezüglich "Wohnen im Alter" fest, dem durch eine geschickte Kombination von Gebäudeautomation mit den entsprechenden Services Rechnung getragen wird.

Was für technologische Trends erkennen Sie derzeit?

Wir sehen einen klaren Trend weg von der reinen Steuerung wie zum Beispiel Beleuchtung oder Beschattung hin zu vernetzten Gesamtlösungen, die alle Gewerbe abdecken und zudem die Einbindung von Weisser Ware und Unterhaltungselektronik einschliesst. Die Bedienung erfolgt zunehmend über mobile Geräte oder Sprachsteuerung. Natürlich beschränkt sich die Bedienung nicht nur auf das Gebäude selbst, sondern kann von überall erfolgen. Das Portfolio von ABB aus vernetzten und softwarebasierten Lösungen ist auf diesen Trend ausgerichtet. Und wir arbeiten weiter an innovativen Lösungen in diesem Bereich.

Was für ein Marktpotenzial erkennen Sie in der Schweiz?

Wir beziehen uns auf eine Statistik (Quelle: Statistika, "Sonntagszeitung"), nach der für 2021 etwa 1,1 Millionen Smarthome-Haushalte für die Schweiz prognostiziert werden. Dies beinhaltet die Bereiche Heimautomation, Energiemanagement, Sicherheit, Heimunterhaltung und altersgerechte Assistenzsysteme.

Wie kann der IT-Fachhandel davon profitieren?

Durch die zunehmende Vernetzung, wird die Nachfrage für Netzwerkkomponenten weiter steigen. Es wird auch eine Verschmelzung von Investitionsgütern und Konsumgütern erfolgen. Service und Support im Bereich der Netzwerktechnik werden durch die steigende Komplexität und Anforderungen wesentlich stärker nachgefragt werden.

Welche Herausforderungen für Hersteller, Distributoren und Integratoren bringen zunehmend intelligente Gebäude mit sich?

Die grossen Herausforderungen sehen wir bezüglich Interoperabilität und ausreichendem Know-how in der Projektumsetzung. Der Markt ist stark fragmentiert und es zeichnet sich kein einheitlicher Standard ab. Der reine Produktverkauf wird sich zum Lösungsverkauf wandeln, dies bedeutet eine höhere Beratungs- und Lösungskompetenz für alle Markteilnehmer.

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