Übernahme

Green.ch wechselt den Besitzer

Uhr | Aktualisiert

Green.ch gehört neu der französischen Beteiligungsgesellschaft Infravia Capital Partners. Altice hat das Unternehmen verkauft. Das sei "sehr positiv" für Green.ch, sagt Verwaltungsratspräsident Franz Grüter.

Ein Rechenzentrum von Green.ch in Schlieren (Source: Green.ch)
Ein Rechenzentrum von Green.ch in Schlieren (Source: Green.ch)

Der niederländische Telekomkonzern Altice hat seine Schweizer Tochtergesellschaften Green.ch und Green Datacenter an Infravia Capital Partners verkauft. Die französische Beteiligungsgesellschaft zahle für die beiden Firmen aus Lupfig 214 Millionen Franken, heisst es in einer Mitteilung (PDF).

Grüter: "Der Verkauf ist sehr positiv"

Der neue Besitzer von Green.ch ist auf den Infrastruktursektor in Europa spezialisiert. "Der Verkauf ist sehr positiv für unser Unternehmen", sagt Franz Grüter laut der Luzerner Zeitung gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Er bedeute für die Mitarbeiter, die Kunden und das Unternehmen Kontinuität.

Der Luzerner SVP-Nationalrat ist Verwaltungsratspräsident von Green.ch. Der Fokus von Infravia auf langfristige Investitionen in Rechenzentren sei von Vorteil, sagt Grüter. Hier sei Green in den letzten Jahren am stärksten gewachsen. Das Geschäft generiere rund zwei Drittel des Umsatzes von Green.ch.

Turbulenzen bei Altice

Green.ch hätte bei einem Verbleib bei Altice laut Grüter den Namen ändern müssen, weil der Konzern eine Dachmarkenstrategie umsetzen wolle. Gründer des bisherigen Green.ch-Besitzers ist der französisch-israelische Milliardär Patrick Drahi. Er geriet im November unter Druck. Altice präsentierte enttäuschende Quartalszahlen und die Aktie stürzte ab. Drahi reagierte und übernahm die Präsidentschaft der Gruppe. Er entliess zudem den Generaldirektor Michel Combes, wie die NZZ schreibt.

Das Management von Green.ch bleibt laut der Luzerner Zeitung an Bord. Es habe seine Aktien vor dem Deal verkauft. Grüter gab die operative Leitung der Gruppe Anfang 2016 an Frank Boller ab. Green werde Infravia künftig zu 100 Prozent gehören.

Green.ch gibt es seit 1995. Das Unternehmen hat 120 Mitarbeiter und bietet Internetanbindungen, Hosted Services, Multimedia- und Sicherheitslösungen an. Green Datacenter betreibt die Infrastruktur und vier Rechenzentren. Die Unternehmensgruppe hat eine Filiale in Lonay im Kanton Waadt und eine in China. Green.ch hat laut eigenen Angaben 100'000 Kunden in über 80 Ländern.

Der Verkauf von Green.ch und Green Datacenter soll Anfang 2018 abgeschlossen sein.

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