Porträt

Beltronic – die nächste Generation übernimmt

Uhr | Aktualisiert

Statt nur Produkte zu verkaufen, satteln Reseller auf Services und Lösungen um. Die Firma Beltronic aus Bülach bewältigte diesen Wandel schon vor rund 30 Jahren. Ein neues, junges Führungsduo packt nun die Zukunft des Unternehmens an.

Michael Fischer (l.) und André Frischknecht leiten die Geschäfte von Beltronic. (Source: Netzmedien)
Michael Fischer (l.) und André Frischknecht leiten die Geschäfte von Beltronic. (Source: Netzmedien)

Der Weg nach oben kann kurz sein. Ausbildung, Militär, erster Job, dann ins Kader. Was sich einfach anhört, haben André Frischknecht und Michael Fischer mit viel Fleiss erreicht. Vor knapp zehn Jahren absolvierten sie ihre Informatikerlehre und heuerten beim Bülacher IT-Dienstleister Beltronic an. Sie starteten fast gleichzeitig, machten ihr Hobby zum Beruf. "Dann schaukelten wir uns gegenseitig hoch", sagt Fischer schmunzelnd. Tatsächlich stellten die beiden ihre Leidenschaft unter Beweis, pushten sich gegenseitig und stiegen im vergangenen Jahr zu Geschäftsführern auf.

Sie übernahmen das Ruder von Mitgründer Werner Kaiser. Er brachte Beltronic auf Wachstumskurs, nachdem das Unternehmen 1978 in einem Markt gestartet war, der erst später aufblühte und heute schon als abgegrast gilt.

Vom Assemblierer zum Integrator

Beltronic hatte als Assemblierer begonnen, lange bevor Computer die Haushalte eroberten. Kaiser sattelte jedoch früh um. Mitte der 1980er-Jahre gab er das Zusammenschrauben von Industrierechnern auf und setzte auf ein neues Geschäftsmodell. Fortan machte sich Beltronic als Systemintegrator einen Namen.

Kamen neue IT-Trends auf, bewies Kaiser den richtigen Riecher. Als etwa die Virtualisierung durchstartete, preschte Beltronic hierzulande als Pionier in diesem Bereich vor, wie Fischer erklärt: "Wir zählten in der Schweiz zu den ersten Enterprise-Partnern von VMware", sagt er. Beltronic hatte deswegen schon viele Virtualisierungsprojekte gestemmt, als die Technologie noch in den Kinderschuhen steckte.

Ein Strauss an Lösungen und Managed Services

Heute deckt Beltronic ein ganzes Spektrum an IT-Lösungen ab. Mit 18 motivierten Mitarbeitern konzipieren, realisieren und betreiben die beiden Geschäftsführer Speicher-, Netzwerk-, Security- und UCC-Lösungen. Hinzu kommen virtualisierte Server und Desktop-Umgebungen. "Wir finden für jede Anforderung die passende Lösung", sagt Frischknecht.

Cloud-Services ergänzen Beltronics Repertoire. Sie reichen von der Migration in die Public Cloud über den Aufbau von Private Clouds bis hin zu Infrastructure-as-a-Service. Beltronic bietet auch Hosting und Housing in Rechenzentren in Zürich und Umgebung an.

Die Angst vor der Cloud verfliegt

Vor zwei, drei Jahren hätten viele Kunden bei der Frage nach der Cloud noch gezögert, sagt Fischer. "Die typisch schweizerische Zurückhaltung ist nun aber verflogen." Die Nachfrage nach Cloud-Services nehme derzeit stark zu. Auch deswegen, weil die Preise der grossen Anbieter unter Druck geraten sind, wie Fischer erklärt.

Eines sei den Kunden jedoch wichtiger als der Preis. "Sie wollen wissen, wo ihre Daten lagern, wer sie hostet und deren Verfügbarkeit garantiert", sagt Frischknecht. "Genau darin liegt der Mehrwert unserer Services."

Zwei, die sich ergänzen

Die neuen Chefs verkörpern ebenso eingespielte wie gegensätzliche Charaktere. "Anfangs sind wir selten gleicher Meinung", merkt Fischer an. Doch schliesslich fänden sie immer einen gemeinsamen Nenner. "Was wir entwickeln, hat Hand und Fuss", fügt Frischknecht lächelnd hinzu.

Beltronic bedient einen breit gefächerten Kundenkreis, der sich über das ganze Land erstreckt. Die meisten Kunden stammen aber aus dem Grossraum Zürich. Ausser dem technischen Know-how, dem Erfindergeist und der Erfahrung habe das Unternehmen auch andere Trümpfe in der Hand, sagt Frischknecht und ergänzt: "Persönlicher Kontakt und Vertrauenswürdigkeit: das ist es, was unsere Kunden schätzen, was uns wachsen lässt."

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