Hacker hatten jahrelang Zugriff aufs EU-Kommunikationssystem
Das diplomatische Kommunikationssystem der EU ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Während mehreren Jahren hatten die Angreifer Zugriff auf Kommunikationsverläufe zu brisanten Themen wie den Beziehungen zu Russland und China oder der Trump-Regierung.
Hacker hatten mehrere Jahre lang Zugriff auf das diplomatische Kommunikationssystem der EU. Laut "Reuters" luden die Angreifer unter anderem Konversationen über die Trump-Regierung, Probleme mit China und Russland und das iranische Atomprogramm herunter.
Nachdem der Hacker-Angriff bemerkt wurde, habe das US-amerikanische Cybersecurity-Unternehmen Area 1 der "New York Times" über 1100 Kommunikationsverläufe zugespielt. Darunter Konversationen mit Oberhäuptern aus Saudi Arabien und Israel.
Eine der Unterhaltungen, die der "New York Times" zugespielt wurden, enthielt einen detaillierten Bericht und Analysen über Gespräche zwischen europäischen Regierungsvertretern und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping.
China soll hinter dem Angriff stecken
Ein anderer Kommunikationsverlauf enthalte Nachrichten, in denen europäische Diplomaten ein Meeting zwischen Donald Trump und Vladimir Putin in Finnland als "erfolgreich (zumindest für Putin)" bezeichneten.
Die Spezialisten von Area 1 gehen davon aus, dass die Hacker im Auftrag der chinesischen Volksbefreiungsarmee handelten, wie Reuters mit Bezug auf die "New York Times" schreibt.
Die Hacker seien ausserdem in die Netzwerke der Vereinten Nationen (UN), der American Federation of Labor and Congress of Industrial Organizations (AFL-CIO) und in jene von Aussenministerien auf der ganzen Welt eingedrungen.
Auch bei der Hotelkette Marriott drangen Hacker über mehrere Jahre ins System ein. Sie verschafften sich Zugang zu Daten von rund 500 Millionen Hotelgästen. Den ganzen Beitrag zum Marriott-Hack lesen Sie hier.
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