Anwendung "TruthGPT" geplant

Update: Was Elon Musk mit seiner KI-Firma vorhat

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von Maximilian Schenner und jor

Elon Musk arbeitet an seinem eigenen KI-Projekt. Mit der neu gegründeten Firma X.AI will der Tesla-Chef eine Anwendung namens "TruthGPT" lancieren - "eine absolut nach Wahrheit strebende KI". Zuletzt hatte sich Musk noch für eine Zwangspause bei der Weiterentwicklung von KI-Modellen ausgesprochen.

(Source: geralt / pixabay.com)
(Source: geralt / pixabay.com)

Update vom 18. April 2023: In einem Interview mit dem US-Sender "Fox News" hat Elon Musk verraten, was er mit seiner neu gegründeten KI-Firma X.AI vorhat, wie unter anderem "Watson" berichtet. "Ich werde etwas starten, das TruthGPT genannt wird", erklärte der Tesla- und Twitter-Chef im "Fox"-Interview. Dabei handle es sich um "eine absolut nach Wahrheit strebende KI, die versucht, das Wesen des Universums zu ergründen."

Musk nutzte ausserdem die Gelegenheit, um gegen die Konkurrenz austeilen. Die Anwendung ChatGPT sei so programmiert, dass sie "politisch korrekte" Ergebnisse liefere - und damit lüge. Künstliche Intelligenz habe allgemein das "Potential zur Zerstörung der Zivilisation", sagte Musk. Sie könne sich dafür entscheiden, Menschen auszulöschen. TruthGPT soll sich hingegen so verhalten wie Menschen, die den Lebensraum von Schimpansen schützen wollen, obwohl sie die Möglichkeiten hätten, die Affen allesamt zu "jagen und sie zu töten".

Originalmeldung vom 17. April 2023:

Elon Musk gründet KI-Firma X.AI

Elon Musk stampft die nächste Firma aus dem Boden. Der Chef von Tesla, Twitter und SpaceX, um nur einige zu nennen, gründete im März 2023 ein Unternehmen namens X.AI, wie "Heise" berichtet. Der Name lässt darauf schliessen, dass der Milliardär an einem eigenen KI-Projekt tüftelt. Musk soll Direktor der neuen Firma werden, sein persönlicher Vermögensverwalter Jared Birchall wird Sekretär von X.AI.

X.AI habe bereits den Verkauf von 100 Millionen Aktien für die Privatgesellschaft autorisiert, berichtet das "Wall Street Journal". Investoren habe man auch schon gefunden. Für die Entwicklung habe Musk den KI-Forscher Igor Babuschkin sowie ein eigenes Entwicklerteam eingestellt, schreibt "Heise". Und laut "Business Insider" soll Musk 10'000 Grafikkarten von Nvidia gekauft haben, um die nötige Rechenleistung für generative KI-Modelle zu gewährleisten. Diese Faktoren sprechen ebenfalls dafür, dass Musk künftig ordentlich auf dem KI-Markt mitmischen will.

Zuletzt klang das noch anders: Ende März unterzeichnete Musk gemeinsam mit über 1000 anderen Personen aus der Tech-Szene einen offenen Brief, der dazu aufruft, "das Training von KI-Systemen, die leistungsfähiger sind als GPT-4, sofort für mindestens sechs Monate zu unterbrechen".

Was genau der Starlink-Betreiber mit seinem KI-Projekt vorhat, steht noch in den Sternen. Möglicherweise will Musk just OpenAI Konkurrenz machen, an dessen Gründung er selbst beteiligt war, ehe er nach einem Interessenskonflikt mit Geschäftsführer Sam Altman aus dem Unternehmen ausschied.

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