Highlights der GTC 2024

Nvidia präsentiert Neuheiten für KI, AR und Rechenzentren

Uhr
von René Jaun und lha

Anlässlich der Entwicklerkonferenz GTC haben Nvidia und seine Partner eine Vielzahl an Neuheiten präsentiert. Meistens ging es um KI. Zur Sprache kamen auch Themen die Augmented Reality, Quantencomputing oder die Zukunft des Mobilfunks.

Nvidia-CEO Jensen Huang (links) an einem Talk während der GPU Technology Conference. (Source: Nvidia)
Nvidia-CEO Jensen Huang (links) an einem Talk während der GPU Technology Conference. (Source: Nvidia)

Im kalifornischen San José hat Nvidia seine diesjährige Entwicklermesse GPU Technology Conference (GTC) abgehalten. Das Unternehmen und seine Partner nutzten den Event, um eine Vielzahl an Neuheiten zu präsentieren. Für den meisten Gesprächsstoff sorgte dabei Blackwell, Nvidias neuer Prozessor für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI). Er soll leistungsfähiger sein als die aktuelle Hopper-Architektur, gleichzeitig aber auch weniger Energie verbrauchen. Mehr zu Blackwell lesen Sie hier.

Mehr Power für digitale Zwillinge

Erste Blackwell-Produkte sollen noch vor Ende 2024 erhältlich sein, teilt Nvidia mit. Und auch einige weitere Präsentationen bezogen sich auf Produkte aus naher oder ferner Zukunft. So sollen später dieses Jahr etwa Omniverse Cloud APIs verfügbar sein. Mit den Programmierschnittstellen können Lösungsentwickler mit digitalen Zwillingen (Digital Twins) arbeiten - sie entwerfen, simulieren und anwenden. Potenzial habe dies dort, wo autonome Fahrzeuge oder Roboter entwickelt oder eingesetzt werden, erklärt Nvidia. Noch grösser drückt sich Nvidia-CEO Jensen Huang aus: "Alles, was gefertigt wird, wird auf digitale Zwillinge setzen", lässt er sich zitieren.

Ebenfalls mittels Omniverse-API können Nvidia-Entwickler künftig mit Apples AR- und VR-headset Vision Pro interagieren. In einer Demo zeigte Nvidia, wie der Digital Twin eines physischen Autos auf das Apple-Gerät gestreamt wurde. Das Anwendungsbeispiel war ein "Car Configurator", mit dem sich Änderungswünsche virtuell auf ein physisches Auto anwenden liessen.

Mehr Quantentechnologie und effizientere Rechenzentren

Auch im Mobilfunk der Zukunft sollen digitale Zwillinge eine Rolle spielen. Dazu stellte Nvidia den Aerial Omniverse Digital Twin vor, eine Plattform zur Erforschung der 6G-Technologie, wie es in der Mitteilung heisst. Unter den "Early Adopters" führt das Unternehmen auch die ETH Zürich auf. Entwickelt werden soll mit der Plattform unter anderem "AI for Radio Access Network (RAN)", als KI-gestützte Funkprotokolle.

Auch das Thema Quantencomputing durfte an der GTC 2024 nicht fehlen. Dazu präsentierte Nvidia Quantum Cloud, einen Service, mit dem Wissenschaftlerinnen und Entwickler ihre Quantencomputing-Algorithmen entwerfen und testen können. Nvidia stellt Quantum Cloud als eine Art Brücke zwischen klassischem Computing und Quantentechnologie dar. "Es ermöglicht allen Wissenschaftlern auf der Welt, die Leistung des Quantencomputers zu nutzen und ihre Ideen der Realität näher zu bringen", erklärt Tim Costa, Director of HPC and Quantum Computing bei Nvidia. Eingesetzt werden könne Quantum Cloud etwa in Forschungen zur Biologie, der Chemie oder Materialwissenschaften.

An Betreiber von Rechenzentren richten sich neue KI-Referenzdesigns, die Schneider Electric und Nvidia in einer gemeinsamen Mitteilung vorstellen. Man wolle den Weg "für erhebliche Fortschritte in den Bereichen künstliche Intelligenz (KI) und Digital Twin" ebnen, heisst es darin. Sie dienen als Vorlage für die Bereitstellung und den Betrieb von KI-Anwendungen innerhalb von RZ-Ökosystemen. Die in der ersten Phase von Schneider Electric präsentierten Referenzdesigns sind auf die Anforderungen der Accelerated Computing Cluster von Nvidia zugeschnitten. Besonderes Augenmerk liege auf der Leistungsverteilung, der Integration von Flüssigkeitskühlsystemen sowie der Steuerung und Regelung. Ziel sei es, eine einfache Inbetriebnahme und einen zuverlässigen Betrieb von Clustern mit extrem hohen Leistungsdichten zu ermöglichen, schreibt Schneider Electric.

Nvidia blickte auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Speziell im Bereich Data Center konnte das Unternehmen stark zulegen. Das Rekordwachstum ist vor allem auf das globale Aufkommen von KI-Technologien zurückzuführen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Webcode
wQmC9dAm