IT-Security Day 2019

Wie Net-Point und Infinigate ihre Sales-Power und MSP-Expertise koppeln wollen

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von Coen Kaat

Seit der Übernahme 2018 sind Infinigate und Net-Point eine Familie. Am 29. August luden die Distis erstmals gemeinsam zum IT-Security Day. Die Geschäftsführer sagten am Event, wie Net-Point in die Infinigate-Gruppe passt und wie beide voneinander profitieren können, wenn es um Managed Services geht.

Am 29. August hat der alljährliche IT-Security Day des Rotkreuzer Distributors Infinigate stattgefunden. Mit 400 Besuchern und 21 teilnehmenden Herstellern verzeichneten die Organisatoren dieses Jahr eine Rekordbeteiligung.

Die 16. Ausgabe des Events bot vom ersten Moment an ein paar deutliche Neuerungen. So fand der Anlass 2019 etwa in einer neuen Location statt: dem Verkehrshaus Luzern.

Die wesentlich grössere Neuerung stand jedoch auf der Bühne: Der Geschäftsführer von Infinigate, André Koitzsch, und Roger Staub vom MSP-Distributor Net-Point begrüssten die Gäste gemeinsam.

Der 16. IT-Security Day fand im Verkehrshaus Luzern statt. (Source: Netzmedien)

Ein kleiner Rückblick: Seit der Übernahme im Oktober 2018 gehört acmeo zur Infinigate-Gruppe, wie Sie hier nachlesen können. Der deutsche MSP Disti acmeo selbst hatte rund ein Jahr zuvor Net-Point übernommen. So kam Net-Point zur Infinigate-Familie.

"Nach der Übernahme war es nicht mehr sinnvoll, dass Infinigate und Net-Point nur im Abstand von wenigen Monaten ihre eigenen Events veranstalten", sagte Staub im Gespräch. "Darum beschlossen wir, unsere Events zu bündeln." Im Vorjahr hatte Net-Point noch seinen eigenen Solutions-Day veranstaltet.

"Wir sind hier in der Schweiz ein Team – wenn auch an zwei Standorten", ergänzte André Koitzsch. "Obwohl wir räumlich getrennt sind, agieren wir doch aus einem Guss."

 

"Sales-Power" von Infinigate trifft auf "MSP-Know-how" von Net-Point

Die gestärkte Kooperation gehe über den gemeinsamen Event hinaus. Bereits tragen erste gemeinsame MSP Projekte der beiden Distis Früchte.

"Infinigate hat eine starke Sales-Power auf der Strasse", sagte Staub. "Das fehlte uns zuvor ein wenig." So würden Sales-Mitarbeiter von Infinigate etwa zuweilen direkt an die Kollegen von Net-Point verweisen. Etwa wenn es um MSP Themen geht, die Net-Point anbietet, Infinigate jedoch nicht. "Für mich ist das eine ganz klare Win-Win Situation", sagte Staub.

Infinigate setzt derweil stark auf das Know-how von Net-Point im Bereich Managed Service Provider (MSP) – das grosse Thema am diesjährigen IT-Security-Day. "Je mehr wir das Thema MSP fokussieren wollen, umso mehr benötigen wir auch das Know-how von Net-Point", sagte Koitzsch.

 

Gemeinsames MSP-Team im Aufbau

"Die Hersteller setzen immer mehr auf das Thema MSP", sagte Koitzsch. "Das sehen wir auch daran, dass unser MSP-Geschäft stetig wächst: mehr Partner, mehr Verträge, mehr Umsatz." Dies bewege sich zwar bei der Infinigate noch auf einem kleinen Niveau, "das wird sich in den nächsten Jahren aber noch stark ändern!"

Martin Bütikofer, Direktor, Verkehrshaus Luzern. (Source: Netzmedien)

Infinigate und Net-Point bauen derzeit ein MSP-Core-Team auf. Der Fokus des Teams liege auf Hersteller im Infinigate-Sortiment, die nun in die MSP-Welt eintauchen möchten. "Wir wollen sie dabei nicht nur mit Hersteller-Lösungen, sondern auch mit den geeigneten Tools und Fachwissen unterstützen", sagte Staub.

 

Check Point, Macmon und Vodia neu an Board

Am IT-Security Day hatten Infinigate und Net-Point auch neue Partner für ihre Portfolios zu verkünden. Infinigate baut sein Sortiment aus mit den Lösungen von Check Point und Macmon. Die Partnerschaft mit Macmon begann bereits im April, wie Sie hier nachlesen können.

"Bislang waren wir primär im KMU-Bereich aktiv", sagte Koitzsch. "Mit Check Point gehen wir nun aber einen ganzen Schritt höher und adressieren auch das Enterprise-Segment, möchten Check Point aber auch im Mittelstand positionieren." Macmon ist noch neu in der Schweiz. "Unsere Aufgabe ist es, Macmon in der Schweiz im Bereich der Netzwerkzugangskontrolle zu etablieren."

Net-Point fügte derweil Vodia dem Sortiment hinzu. Wie Check Point bietet auch der VoIP-Dienstleister Managed Services an. So könnten MSPs etwa eine in der Cloud gehostete Telefonanlage (PBX) als Dienstleistung anbieten.

Der Moderator präsentierte am IT-Security Day seinen "wirklich sicheren" Laptop. (Source: Netzmedien)

"Wenn wir einen neuen Hersteller aufnehmen, stecken natürlich Ambitionen dahinter: Wir wollen nicht bloss mitschwimmen", sagte Koitzsch. "Unser Ziel ist es, zu wachsen und neue Geschäftsfelder zu erschliessen, die uns und unseren Partner einen Mehrwert bieten."

 

Gemeinsam zum MSP-Anbieter

Die Net-Point-Academy richtet sich an Partner, die mehr über das Thema MSP erfahren möchten. Dort bietet der Disti professionelle Tools und Know-how an, die beim Aufbau eines MSP-Geschäfts helfen sollen.

Auch Infinigate richtete eine Academy ein: die Infinigate Academy. Diese soll den Partnern interessante Themen rund um IT-Security mit Tipps und Tricks von Spezialisten bieten. "Teilweise etwas technisch, aber immer praxisnah", versprach Koitzsch.

Wie die Reise nun weitergeht? "Es ging der Infinigate-Gruppe bei der Akquisition nicht darum, Kunden oder Märkte zu kaufen", sagte Staub. "Es ging um den Erwerb von Know-how – insbesondere im Bereich MSP." Einen Plan, Net-Point in Infinigate zu integrieren, gebe es daher nicht.

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