Interview mit Andreas Zenk, CEO von Allnet Schweiz

Was der Channel von Allnet Schweiz erwarten kann

Uhr | Aktualisiert

Am 22. Juni hat Allnet Schweiz seinen ersten Reseller-Event in Baar veranstaltet. Die Schweizer Niederlassung des deutschen Distributors feierte zugleich ihr einjähriges Bestehen. Andreas Zenk, CEO von Allnet Schweiz, erläutert seine Pläne für den Channel.

Quelle: Fotolia
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Was waren aus Ihrer Sicht die Highlights Ihres Reseller-Events "ICT Solution Day"?

Andreas Zenk: Wir konnten unseren Resellern aufzeigen, wie breit aufgestellt und lösungsorientiert Allnet Schweiz ist. Wir bieten Lösungen für unterbrechungsfreie Stromversorgung, Richtfunkanlagen, Power-over-Ethernet-Komponenten, Hotspot-Marketing-Plattformen für das Gastgewerbe, Gateways für jedes mögliche Szenario, Sicherheitsangebote mit Firewalls, Videoüberwachung und VPN-Verbindungen. Unser persönliches Highlight war, als wir die glücklichen Gesichter unserer Fachhändler sahen. Sie merkten, dass sie in neuen Geschäftsfeldern Geld verdienen können.

Sie feierten am ICT Solution Day auch das einjährige Bestehen der Schweizer Niederlassung von Allnet. Wie lautet Ihre Zwischenbilanz nach diesem Jahr?

Unsere Zwischenbilanz ist positiv. Jeder unserer Partner macht heute deutlich mehr Umsatz als vor der Gründung der Allnet Schweiz. Ausserdem konnten wir jeden unserer Reseller überzeugen, sich auf neue Hersteller, innovative Produkte und Geschäfte mit hohen Margen einzulassen.

Schon bevor sich Allnet in der Schweiz niederliess, bediente der Distributor von Deutschland aus viele hiesige Reseller. Was hat sich mit der Gründung der Zweigstelle in der Schweiz verändert?

Mit unserer Niederlassung in der Schweiz sind wir viel näher am Kunden. Auf diese Weise können wir einen umfangreichen Support bieten und unsere Partner bei Projekten unterstützen. Unsere Präsenz am hiesigen Markt ermöglicht eine sehr viel schnellere Kommunikation zwischen Herstellern und Resellern.

Mit wie vielen Resellern arbeiten Sie momentan zusammen?

Aktuell arbeiten wir mit rund 500 Resellern zusammen. Ungefähr die Hälfte unserer Kunden können wir persönlich betreuen. Wir pflegen ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihnen. Wir verfolgen das Ziel, bis Ende dieses Jahres jeden einzelnen unserer Kunden besser kennenzulernen. Wir wollen ihnen den Mehrwert unserer Partnerschaft aufzeigen. Unsere Kunden sollen wissen, dass wir ihnen als Value-Added-Distributor zur Seite stehen sowie kostenlosen Support und Unterstützung bieten.

Suchen Sie neue Partner?

Durchaus, ja. Wir sind immer auf der Suche nach Partnern, die nach wettbewerbsfähigen Preisen, den neuesten Produkten und einer schnellen Kommunikation mit uns als Ansprechpartner streben.

Wie beziehen Sie die Reseller in Ihre Vertriebsstrategie mit ein?

Wir spielen bei diesem Thema mit offenen Karten. Wenn wir etwas Neues am Markt entdecken, analysieren wir die Vertriebsmöglichkeiten und gehen direkt zu unseren Resellern. "Ihr seid die Richtigen für dieses Produkt, ihr könnt X Prozent Marge damit machen, lasst uns zusammenarbeiten", sagen wir etwa.

Wie wollen Sie sich gegenüber anderen Distributoren am Markt durchsetzen?

Wir wollen vor allem durch unseren "Value Add"-Faktor, mit unserer Erfahrung und dem gesammelten Wissen aus 26 Jahren Allnet punkten. Es gibt fast kein Projekt, bei dem wir sagen müssen: Hier haben wir keine Lösung.

Was wollen Sie bis zum Ende dieses Jahres noch erreichen?

Wir möchten unseren Kundenstamm bis Ende des Jahres verdoppeln. Dies wollen wir ohne Einbussen von Value-Add-Faktoren für unsere bestehenden Reseller erreichen.

Was kann der Channel von Allnet Schweiz erwarten?

Der Channel kann von uns drei Dinge sehr zeitnah erwarten. Erstens werde ich als CEO von Allnet Schweiz ab Juli den meisten Teil meiner Zeit damit verbringen, unsere Kunden sowie jene, die es werden wollen, zu besuchen und ihnen unser Portfolio und neues Umsatzpotenzial aufzuzeigen. Zweitens werden wir bald neue Hersteller in unser Portfolio aufnehmen. Deren Angebote konnten unsere Kunden bislang nicht beziehen, auch nicht bei Allnet Deutschland. Drittens werden wir unser Team aufstocken. Wer geschickt im Vertrieb ist und wem die ICT-Branche mehr bedeutet, als nur "Switches zu verkaufen", der kann sich gerne bei uns melden.

Was erwarten Sie vom Channel?

Wir erwarten Neugier, Spass an der ICT-Branche und spannende, neue Projekte. Ob gross oder klein.

Andreas Zenk, CEO von Allnet Schweiz. (Quelle: Netzmedien)

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