Studerus Technology Forum 2017

Studerus lässt Preise regnen am Tefo 17

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Das Studerus Technology Forum 2017 ist vorbei, die Projekt-Awards verliehen. Die preisgekrönten Projekte: ein Weingut in Glattbrugg und ein Schulheim in Chur.

Der Schwerzenbacher Distributor und Zyxel-Generalimporteur Studerus hat am 23. November zu seinem alljährlichen Branchentreff geladen. Dem Studerus Technology Forum 2017 – kurz Tefo 17. Rund 400 Besucher kamen dafür ins Mövenpick Hotel Zürich-Regensdorf. Der Vormittag war geprägt von informativen Vorträgen: CEO Frank Studerus etwa sprach über die aktuellen Trends in der Netzwerk-Branche und Ivan Bütler von Compass Security erzählte, wie er im Auftrag des SRF den Energieversorger EBL hackte. Die Redaktion berichtete.

Den Nachmittagsvortrag hielt Jürg Leuthold, Professor am Institute of Electromagnetic Fields der ETH Zürich. In seiner Keynote wollte er den Gästen aufzeigen, wie die Kommunikation der Zukunft aussehen könnte – aus einer wissenschaftlichen Perspektive.

So sprach er über die Möglichkeiten, die durch den 3-D-Drucker entstehen. Derartige Technologien ermöglichen etwa eine personalisierte Bekleidung. "Das ist eine Chance", sagte er. "Denn warum sollte ich einen Monat warten, bis irgendwo in Asien 100'000 Stück hergestellt und nach Europa geschickt werden?" In einer Welt der individuellen Mode mache es keinen Sinn mehr, die Produktion ins Ausland zu verlagern.

Es geht Vorwärts – auch ohne die Schweiz

Das sei aber auch eine Chance für die Netzwerkbranche. "Hier kommt ein neuer Markt auf", sagte Leuthold. Denn für einen Datenverkehr in dem Ausmass seien Transfergeschwindigkeiten von 10 Gigabit pro Sekunde, die heute etwas besonderes sind, nicht mehr genügend.

Jürg Leuthold, Professor am Institute of Electromagnetic Fields der ETH Zürich. (Source: Netzmedien)

"Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Welt in 10 Jahren ganz anders aussehen wird, als wir uns das vorstellen." Der Professor erklärte, wie er sein Haus mit Digitalstrom nachträglich zu einem Smart Home aufgerüstet habe. Nun messe sein Haus konstant die Temperatur, so wie viele andere in der Schweiz auch. "Aber es erstaunt mich, dass noch niemand eine Heizung erfunden hat, die sich selbst aufgrund dieser Daten reguliert. Wo sind die Visionen? Wo die Menschen, die sich überlegen, was wir mit diesen Daten machen könnten?"

Die Hürden des technologischen Fortschritts kämen nicht von der Technik, sondern von der Gesellschaft. "Unsere Mitbürger sind vielleicht eine Herausforderung", sagte Leuthold. "Wenn die Schweiz keine Fortschritte macht, könnte es ohne uns vorwärtsgehen, denn das Ausland hat weniger Berührungsängste."

Studerus Projekt-Awards für Wein und Schulheim

Am Nachmittag nahm sich der Disti auch die Zeit, seine Besucher reichlich zu beschenken. Den Auftakt machte Giancarlo Palmisani, Mitglied der Geschäftsleitung des Wirtschaftsverbands Swico. Der Verband verloste ein Huawei P10. Um zu gewinnen, mussten die Beuscher ein altes Handy zum Recycling abgeben. Denn alte Handys gehören nicht in den Abfall und nicht in die Schublade, wie Palmisani sagte.

Giancarlo Palmisani sucht einen Gewinner. (Source: Netzmedien)

100 bis 150 Geräte kamen so zusammen, schätze Palmisani. Ein absoluter Rekord. Mit beiden Händen wühlte er in der Schachtel, damit alle Teilnehmer die gleiche Chance haben. Zu seiner Freude fand er alles mögliche: von uralten Handys bis aktuellen Smartphones. Eines klingelte sogar noch. Glücksfee Aileen Zumstein kürte den Gewinner: Hansjörg Grether aus Schindellegi.

Das Highlight des Nachmittags war jedoch die Verleihung der beiden Studerus Projekt Awards. Hierfür kehrte CEO Frank Studerus zurück auf die Bühne. Drei Unternehmen waren mit ihren Projekten für die Anerkennung nomiert.

  • Die Firma Domatech aus Chur mit dem Projekt "Zyxel lässt Schüler sicher surfen". Das Unternehmen nutzte Firewalls von Zyxel mit Content-Filter und Safe-Search, um den Internetzugang der Schüler eines Churer Schulheims zu verwalten.

  • Der Zyxel-Partner Mobilcom Systems aus Tägerwilen vernetzte ein Weingut mit der Cloud. Im Rahmen des Projekts "Die Zukunft beginnt jetzt" implementierte das Unternehmen die Cloud-Netzwerklösung Nebula von Zyxel im Weinhaus Pieroth Romanet.

  • Das dritte nominierte Projekt war "Neueste Technik für ältere Menschen" von Valentin Tools. Die Firma aus Bülach brachte die Netzwerkinfrastruktur der Hauserstiftung Höngg auf den neuesten Stand. Dafür installierte die Firma rund 40 Zyxel-Geräte.

Die Gewinner der diesjährigen Projekt-Awards: (v.l.) CEO Frank Studerus, Martin Bruderer von Domatech, Tomislav Mrksa von Mobilcom Systems und Tefo-Moderatorin Aileen Zumstein. (Source: Netzmedien)

Der Preis der Fachjury ging an Mobilcom Systems. Der Publikumspreis wurde am Tag des Events durch die Besucher gewählt. Diese waren sich sicher: Mit über 50 Prozent der Stimmen kürten sie Domatech zum Sieger des Publikumspreises.

Schoggi für alle

Doch damit war die Bescherung noch nicht zu Ende. Drei glückliche Besucher, die am Voting teilgenommen hatten, erhielten noch einen Sachpreis als Belohnung: Rene Keller nahm einen Indoor-WLAN-Access-Point mit nach Hause, Michael Würth einen Web-Managed-Gigabit-Switch und Olivier Meier eine Netzwerkkamera.

Mit leeren Händen musste jedoch keiner nach Hause gehen. Jeder Besucher erhielt noch einen Adventskalender. "Wenn Sie Kinder haben, freuen die sich sicher darüber", sagte CEO Studerus, "und sonst freuen Sie sich sicher darüber, wenn sie die Schoggi auf dem Heimweg verzehren."

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