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Olav Strand: "Der DACH-Markt bietet enormes Wachstumspotenzial für Tanium"

Uhr | Aktualisiert

Tanium bietet vor allem Lösungen für Endpoint Security und System Management an. Die US-Firma hat vor kurzem eine Filiale in München gegründet. Olav Strand, Regional Vice President Central Europe bei Tanium, erklärt, warum ein Überblick über die Endpoints für die Cyber-Sicherheit von Unternehmen in nächster Zukunft noch bedeutsamer wird.

Olav Strand, Regional Vice President Central Europe bei Tanium (Source: Kalle Singer)
Olav Strand, Regional Vice President Central Europe bei Tanium (Source: Kalle Singer)

Was möchte Tanium im DACH-Raum erreichen?

Olav Strand: Tanium ist im DACH-Raum bereits seit zwei Jahren aktiv und hat im Zuge dessen schon sehr erfolgreiche Kundenbeziehungen geknüpft. Diese möchten wir vertiefen und weiter ausbauen - wir richten uns vor allem an Unternehmen mit komplexen globalen Netzwerken, die mit Hilfe der Tanium-Plattform in nur wenigen Sekunden Informationen über den Status der Endpoints im Unternehmensnetzwerk erhalten und eventuelle Probleme beheben können. Seit Oktober 2017 verstärken wir unsere Präsenz im DACH-Raum daher weiter und bauen unser Vertriebsnetz stark aus. Dazu gehört auch der Fokus auf unsere Partner im Channel.

Welche Ziele haben Sie in der Schweiz?

Wir verfolgen in der Schweiz sowohl eine direkte als auch indirekte Go-to-Market-Strategie. Neben der gezielten Kundenansprache in unseren spezifischen Branchen freuen wir uns auch sehr über Partnerschaften mit IT-Systemhäusern.

Wie schätzen Sie den Markt im DACH-Raum ein?

Der DACH-Raum vereint für uns sehr wichtige Märkte mit zahlreichen international aufgestellten Unternehmen und Schlüsselindustrien wie der Finanz-, Automobil-, Service-, Pharma- und Fertigungsindustrie. Darüber hinaus sind sich die C-Level-Führungskräfte und IT-Experten in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Gefahren von Sicherheitsverletzungen sehr bewusst und können einschätzen, wie wichtig Sicherheitslösungen für ihre Unternehmen sind. Für Tanium ist die Investition in den DACH-Markt daher der nächste logische Schritt in der Internationalisierung - zuvor hat das Unternehmen bereits Niederlassungen in Grossbritannien und Japan aufgebaut. Der DACH-Markt bietet enormes Wachstumspotenzial für Tanium und wir sind überzeugt, dass die Kombination von Security und IT-Operations genau auf die Bedürfnisse der Unternehmen in dieser Region zugeschnitten ist, sowohl für grosse als auch für mittelständische Unternehmen.

Was ist bei Endpoint Security besonders wichtig?

Die Basis bildet eine umfassende Security-Hygiene: Zuallererst müssen alle Endpunkte eines Netzwerks identifiziert werden, um bei Bedarf nötige Patches aufspielen zu können. Viele Unternehmen kennen nicht einmal alle ihre Endpoints – und können entsprechend auch nicht zuverlässig sagen, ob alle in punkto Security auf dem aktuellsten Stand sind. Die tägliche Arbeit von Tanium zeigt: Bei 60 Prozent der Endpunkte fehlen sechs oder mehr kritische OS-Patches und bei über 90 Prozent sind kritische Adobe Flash oder Oracle Java Patches nicht installiert. Zudem nutzen viele Unternehmen für das Endpoint Management noch veraltete Plattformen und eine Vielzahl an unterschiedlichen Tools; das Entdecken von Sicherheitsbedrohungen und Aufspielen von Patches nimmt deshalb eine viel zu lange Zeit in Anspruch. Tanium bietet dagegen eine umfassende Plattform auf Basis einer revolutionären, flexiblen Architektur. Damit lassen sich verschiedenste Herausforderungen in Security und IT in Unternehmen lösen - diese können damit schnell und effektiv auf Bedrohungen reagieren.

Wie wird sich Endpoint Security und System Management Ihrer Meinung nach entwickeln?

Die Bedrohung durch Ransomware und andere Attacken wird 2018 eher noch zunehmen; zudem tritt im Mai die EU-Datenschutz-Grundverordnung in Kraft, was sich auch auf Unternehmen in der Schweiz auswirkt. Unternehmen müssen laut dieser Verordnung Sicherheitsvorfälle innerhalb von 72 Stunden an Behörden und Unternehmen melden. Vor diesem Hintergrund werden CIOs und IT-Experten ihre Security-Strategie überdenken: Klare, effiziente Prozesse ohne Silodenken und ein genauer Überblick über alle im Netzwerk befindlichen Endpoints sind unerlässlich. Wo und wann greift uns jemand an und auf welche Daten hat er gegebenenfalls Zugriff erlangt? Und stimmen überhaupt die Basics, also Updates und Security-Hygiene? Endpoint Security und System Management erhalten damit noch mehr Bedeutung als zuvor. Wer seine Endpoints nicht im Blick hat, dem helfen im Zweifelsfall auch andere Security-Lösungen nicht. Ein transparenter Überblick über die Endpoints jedoch stärkt die Cyber Resilience eines Unternehmens und hilft, bei einem Angriff die Schäden im System möglichst klein zu halten.

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