Libanon will Whatsapp-Steuer einführen und löst Tumulte aus
Im Libanon sind Demonstranten gegen eine Whatsapp-Steuer auf die Strasse gegangen. Die Regierung erhoffte sich von der Massnahme zusätzliche Einnahmen. In der aktuellen Wirtschaftskrise brachten die Pläne das Fass zum Überlaufen.
Gewaltsame Unruhen haben gestern den Libanon erfasst. Tausende Menschen seien gegen Pläne der Regierung zur Einführung einer Whatsapp-Steuer auf die Strasse gegangen, berichtet "Reuters". Diese sahen vor, eine Gebühr auf Sprachanrufe über den Messenger einzuführen.
Es habe sich bei den Ausschreitungen um die schwersten seit Jahren im Libanon gehandelt. Demonstranten blockierten Strassen im ganzen Land. Die Polizei antwortete mit Tränengas. Zwei Menschen kamen bei einem Brand ums Leben. Dutzende Demonstranten und Angehörige der Sicherheitskräfte wurden verletzt.
Angeheizt wurden die Proteste durch eine Wirtschaftskrise und steigende Staatsschulden, wie Reuters weiter schreibt. Die Steuer auf Sprachanrufe habe das Fass zum Überlaufen gebracht. "Wir sind nicht hier wegen Whatsapp; wir sind hier wegen allem: Treibstoff, Nahrung, Brot", zitiert die Nachrichtenagentur einen Demonstranten aus der Hauptstadt Beirut.
Die Regierung hatte am Donnerstag eine Gebühr von 20 US-Cents pro Tag auf Sprachanrufe über Apps wie Whatsapp, Facebook Messenger oder Facetime in Aussicht gestellt. Die Steuer sollte dem Libanon jährlich 200 Millionen US-Dollar in die leeren Kassen spülen. Unter dem Eindruck der Proteste habe Telekommunikationsminister Mohamed Choucair die Pläne mittlerweile zurückgezogen.
Digitec Galaxus verkündet zweitgrössten Umsatzsprung seiner Firmengeschichte
Update: Phisher nutzen Nachfrage nach E-Vignette aus
Kanton Basel-Landschaft ersetzt digitale Lösung für Quellensteuer
CES 2026: HP verwandelt Tastatur in einen kompakten KI-PC
Spock spielt den Boogie
Glenfis Cloud Talk zeigt Wege zur wirksamen KI-Integration
Epic Fusion bekommt neue Führungskräfte und Standorte
SGS übernimmt Panacea Infosec
Siemens und Nvidia wollen die KI-Fabrik der Zukunft bauen