Snowden bereut nichts
Edward Snowden hat an einer Diskussion die Tools von Open Whispersystems und Moxie Marlinspike gelobt. Er bereut nicht, den NSA-Skandal aufgedeckt zu haben.
Edward Snowden hat sich via Livestream aus Russland während der SXSW-Konferenz ans Publikum gewandt. Er forderte Internet-Entwickler dazu auf, durch die Verwendung möglichst starker Verschlüsselungstechniken die Überwachungsbemühungen des Geheimdiensts NSA zu torpedieren. Ganz konkret forderte er auch das Publikum der Konferenz zum handeln auf: "Ihr alle hier im Raum seid jetzt Feuerwehrleute", sagte er. Er verlangte von ihnen den "Brand zu löschen", den die NSA gelegt habe.
In der Diskussion lobte Snowden ausserdem die Tools von Open Whispersystems und Moxie Marlinspike. Dazu gehören Smartphone-Apps wie Textsecure und Redphone. Wichtig sei vor allem, dass Tools mit denen sichere, verschlüsselte Kommunikation möglich ist, auch für unbedarfte Nutzer benutzbar sei, erklärte Snowden. Er antwortete damit auf eine Frage von Bürgerrechtler Christopher Soghoian, der gesagt hatte, dass Verschlüsselungstools "von Geeks für Geeks" gemacht seien.
"Würde ich es wieder tun? Auf jeden Fall!"
Snowden befindet sich nach wie vor in Russland. Präsident Putin gewährte ihm dort temporäres Asyl; sein Status ist aber noch immer prekär. Die US-Regierung möchte ihn vor Gericht bringen und fordert ihn zur Rückkehr auf, um sich der Anklage zu stellen. Er wurde daher gefragt, ob er seine Taten bereue, worauf er antwortete: "Würde ich es wieder tun? Auf jeden Fall! Ich hatte geschworen die Verfassung der USA zu verteidigen und ich fühlte, dass diese Verfassung in grossem Mass missachtet wurde."
Das Video zur Konferenz sehen Sie hier:
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