Deutscher Computerspielmarkt knackt 2-Milliarden-Grenze
Der Computerspielmarkt in Deutschland soll dieses Jahr die Zwei-Milliarden-Marke knacken. Erst einen geringen Anteil macht der Handel mit virtuellen Gütern aus.
Am Donnerstag startet mit der Gamescom in Köln die weltweit grösste Computerspielmesse. Im Vorfeld zur Gamescom haben Analysten den deutschen Computerspielmarkt durchleuchtet. Die Prognosen stimmen positiv.
Für das Gesamtjahr 2013 prognostiziert das Beratungshaus Pricewaterhousecoopers (PWC) dem deutschen Computerspielmarkt in seinem Media Trend Outlook erstmals einen Umsatz von 2 Milliarden Euro. In drei Jahren soll er auf etwa 2,4 Milliarden Euro angewachsen sein, was einem jährlichen Wachstum von 3,9 Prozent entspräche. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware rechnet mit einem leicht tieferen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2013, berichtet Heise.
PWC macht als Trend den Handel mit virtuellen Gütern in Videospielen aus. Das können beispielsweise spezielle Autos im Rennspiel, besondere Waffen im Ego-Shooter, oder Zusatzmissionen sein. Auch für werbefreies Spielen wird auf dem Smartphone oftmals Geld überwiesen. Vergangenes Jahr wurden rund 260 Millionen Euro mit entsprechenden DLCs (Downloadable Content) umgesetzt, knapp 14 Prozent des letztjährigen Gesamtumsatzes mit Computerspielen. Der Anteil soll bis in vier Jahren auf rund einen Fünftel zunehmen, schätzt PWC. Eine Umfrage unter 1200 Spielern hat ergeben, dass vier von zehn Spielern bereit sind, für digitale Gegenstände zu bezahlen. Regelmässig tut dies aber erst jeder fünfte.
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