Bern prüft Verkauf des kantonseigenen Dienstleisters
Der Kanton Bern soll über den Verkauf von Bedag beratschlagen. Als Alleinaktionär des IT-Dienstleisters konkurrenziere der Kanton private Applikationsentwickler.
Der Regierungsrat des Kantons Bern muss einen möglichen Verkauf seines kantonseigenen IT-Dienstleisters Bedag prüfen. Ein entsprechendes Postulat liegt dem Grossen Rat vor, wie verschiedene Medien berichten, darunter Der Bund.
Der Kanton ist Alleinaktionär des Unternehmens. Bedag bietet seine Dienstleistungen aber auch auf dem freien Markt an. Laut dem eingereichten Text konkurrenziert der Kanton Bern folglich private Unternehmen im Bereich Applikationsentwicklung. Bei ICT-Ausschreibungen komme es zu Interessenskonflikten.
Die Datensicherheit, wie es im Text weiter heisst, ist kein Argument mehr, an einen kantonseigenen Dienstleister gebunden zu bleiben. Aufgrund der technologischen Entwicklung und des Trends zu Cloud-Lösungen müsste die Frage der Sicherheit neu beurteilt werden. Denn heute liessen sich Daten auch auf fremden Servern sicher aubewahren.
Patric Bhend (SP) und Michael Köpfli (GLP) hatten den Verkauf Anfang Januar in einer Motion gefordert. Der Vorstoss wurde nun jedoch als Postulat angenommen.
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