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Bernhard Kiechl von Schneider Electric spricht über Gebäude mit IQ

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Das Smarthome hat seinen Siegeszug angetreten – auch im Geschäftsumfeld. Bernhard Kiechl, Bereichsleiter Niederspannung und Gebäudeautomation bei Schneider Electric Schweiz, erklärt, für wen sich smarte Gebäude lohnen, welches Marktpotenzial in der Schweiz besteht, und wie der IT-Fachhandel davon profitieren kann.

ernhard Kiechl, Bereichsleiter Niederspannung und Gebäudeautomation bei Schneider Electric Schweiz. (Source: Schneider Electric)
ernhard Kiechl, Bereichsleiter Niederspannung und Gebäudeautomation bei Schneider Electric Schweiz. (Source: Schneider Electric)

Für wen lohnt sich ein smartes Gebäude?

Bernhard Kiechl: Intelligenten Gebäuden gehört die Zukunft. Sehen Sie sich neue automatisierte Gebäude an! Nutzer fühlen sich darin extrem wohl, profitieren von neuen Services und verbrauchen weniger Energie. Deshalb lohnen sich smarte Gebäude langfristig überall – unabhängig vom Gebäudetyp.

Welche technologischen Trends erkennen Sie derzeit?

Das Internet der Dinge (IoT) und die Cloud werden noch wichtiger. Das IoT erhöht den Komfort und senkt den Ressourcenverbrauch. Per Smartphone oder Stimme werden Nutzer zuhause unter anderem die Heizung, Beleuchtung und die Heimunterhaltung steuern. Noch mehr bringt das IoT aber in Städten: Bis 2050 leben dort über 2,5 Milliarden Menschen. Das IoT wird helfen, dieses Wachstum intelligent zu bewältigen. Smart Citys werden dann vieles effizient messen und regeln: Beispielsweise das Verkehrsaufkommen, Bewohnergewohnheiten, Luftqualität sowie den Energie- und Wasserverbrauch.

Was für ein Marktpotenzial erkennen Sie in der Schweiz?

In der Schweiz sehe ich grosses Potenzial für intelligente Gebäude. Bodenpreise, Infrastruktur- und Betriebskosten sind hoch. Mit Intelligenz im Gebäude können wir Ressourcen effizienter und sicherer einsetzen sowie Kosten senken.

Wie kann der IT-Fachhandel davon profitieren?

Die Unmengen an Daten, die das IoT produziert, müssen wir verarbeiten und speichern. Dazu braucht es eine robuste und leistungsstarke IT-Infrastruktur – in zahlreichen Branchen. Der Fachhandel erhält so neue Einnahmequellen. Einerseits in der Beratung, weil immer mehr Geräte und Anlagen vernetzt sind und die Komplexität solcher Systeme steigt. Andererseits im Verkauf, da Fachhändler über USV-Anlagen hinaus weitere IT-Infrastruktur anbieten können – bis hin zu Energieverteilung und Automatisierungstechnik.

Welche Herausforderungen für Hersteller, Distributoren und Integratoren bringen zunehmend intelligente Gebäude mit sich?

Nur wenn verschiedene Systeme miteinander kompatibel sind, können wir das Potenzial von IoT und Cloud Computing vollständig ausschöpfen. Deshalb setzt Schneider Electric auf Lösungen, die Produkte von Drittanbietern einfach integrieren und so höchste Flexibilität und Betriebssicherheit bieten. Zuverlässige Cybersecurity ist eine Herausforderung. Hier gilt es, gemeinsam mit den Technologieanbietern stets auf dem neuesten Stand zu sein. Und zu guter Letzt sind neue Kompetenzen gefragt. Aus- und Weiterbildung werden deshalb speziell für Integratoren wichtiger.

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