Phishing-Welle

Betrüger verschicken gefälschte Mails im Namen der Post und der SBB

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Derzeit kursieren vermehrt betrügerische E-Mails im Namen grosser Unternehmen wie der Post oder der SBB. Cyberkriminelle nutzen diese Phishing-Mails, um etwa an Benutzerdaten oder Geld zu kommen. Die missbrauchten Absender und Behörden rufen auf, vorsichtig zu sein und genau hinzusehen.

(Source: VLADGRIN / iStock.com)
(Source: VLADGRIN / iStock.com)

Wer in diesen Tagen eine E-Mail der Schweizerischen Post erhält, sollte skeptisch sein. Denn derzeit kursieren vermehrt gefälschte E-Mails im Namen des Unternehmens. Auf ihrer Website spricht die Post von einer Phishing-Welle, und rät dazu, die Nachrichten genau anzusehen: "E-Mails von der Post zum Sendungsstatus tragen immer den Absender notifications@post.ch. Tipp: Vergleichen Sie den Namen des Absenders mit der tatsächlich hinterlegten E-Mail-Adresse."

Betrüger wollen Geld oder sensible Daten

Doch die Betrüger verschicken derzeit nicht nur Mails im Namen der Post. Laut einer aktuellen Mitteilung der Schweizerischen Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) fälschen sie zudem Nachrichten von Dienstleistern wie DHL oder der eidgenössischen Zollverwaltung.

Häufig verlangten die Kriminellen in den E-Mails irgendwelche Gebühren, heisst es weiter. "In einigen Fällen sollen Kreditkartendaten eingegeben werden, in anderen Fällen soll man die Gebühr via Mobiltelefon bezahlen. Es gibt ebenfalls die Variante, wo der Betrag mit einer Paysafecard bezahlt werden soll."

Gegenüber dem Onlineportal "Watson.ch" bestätigen auch die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), es seien schon seit einer Woche gefälschte E-Mails in ihrem Namen im Umlauf. Laut einer Mitteilung der SBB zielen die Kriminellen darauf ab, "persönliche Daten wie Ihren Login für den SBB Ticket Shop zu erhalten oder über einen Link respektive Anhang Ihren Computer oder Ihr Smartphone zu infizieren".

Sowohl die SBB als auch Melani mahnen im Umgang mit solchen Mails zur Vorsicht. "Löschen Sie im Zweifelsfall solche Mails und klicken Sie auf keinen Fall auf den Anhang oder den Link", raten etwa die SBB. Zudem solle man nie persönliche Daten und Login-Informationen bekannt geben, denn die Bundesbahnen würden diese nie per E-Mail abfragen.

Mit der Coronapandemie haben Cyberkriminelle auch ihre Angriffsstrategie angepasst. Welche Trends Interpol ausmacht, lesen Sie hier.

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