iOS 14.5.1 und MacOS 11.3.1

Update: Apple bringt Update zum Update

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von Kevin Fischer und Maximilian Schenner und Daniel Schurter (Watson), lha, cka

Apple hat das Update iOS 14.5 lanciert. Damit erhalten iPhone-Nutzerinnen und -Nutzern viel mehr Entscheidungsgewalt über ihre Daten - zum Leidwesen der Werbebranche. Jetzt bringt Apple Patches für Sicherheitslücken, die durch die letzten Updates nicht geschlossen werden konnten.

(Source: Youssef Sarhan / Unsplash)
(Source: Youssef Sarhan / Unsplash)

Update vom 05.05.2021: Keine zwei Wochen nach dem Erscheinen des iOS-Updates 14.5 empfiehlt Apple seinen Kundinnen und Kunden, ihre Geräte dringend auf die neue Version (iOS 14.5.1) zu aktualisieren. Selbiges gilt für iPadOS 14.5. Das neue Sicherheits-Update soll unter anderem Sicherheitslücken beheben, die das vorherige noch nicht beheben konnte, wie "Watson" berichtet. Apple liege ein Bericht vor, demzufolge Bugs in iOS 14.5 bereits ausgenutzt werden könnten. Sicherheitslücken in Safari beziehungsweise WebKit würden beim Aufruf manipulierter Websiten das Ausführen von Schadcodes zulassen.

Folgende Geräte sollen betroffen sein:

  • iPhone 6s oder neuer

  • alle iPad Pro-Modelle

  • iPad Air 2 oder neuer

  • alle iPads ab der 5. Generation

  • iPad Mini 4 oder neuer

  • der neue iPod touch

Apple empfiehlt dringend, die Patches iOS 14.5.1 bzw iPadOS 14.5.1 zu installieren. Beide stehen seit Montag, 03. Mai bereit. Für ältere Geräte stellt Apple den Patch iOS 12.5.3 zur Verfügung.

Eine ähnliche Sicherheitslücke schloss Apple mit macOS Big Sur 11.3.1. Ein Fehler in macOS habe es Angreifern erlaubt, Sicherheitsmechanismen wie den Gatekeeper zu umgehen.

Update vom 27.04.2021: Seit Montag, dem 26.04.2021, steht das heiss diskutierte iOS-Update 14.5 zum Download bereit. Weil es den Schutz der Privatsphäre von iPhone-Nutzerinnen und -Nutzer erheblich stärkt, haben Facebook und andere Vertreter der Werbebranche heftig dagegen protestiert. Genützt hat es bisher allerdings nichts. Neu müssen die Apps zuerst fragen, ob sie die iPhone-Userinnen und -User tracken dürfen.

iOS 14.5 kommt noch mit weiteren Neuerungen. Dazu gehört gemäss "Landbote" etwa die Möglichkeit, das Smartphone per Apple Watch zu entsperren, weil Gesichtsmasken die Gesichtserkennung verhindern. Die Unterstützung für die neuen AirTags, die Apple an seiner letzten Keynote vorgestellt hat, ist ebenfalls enthalten. Ausserdem akzeptiert Siri Spotify neu als Musikplayer-Standard und der Geräte-Akku hält dank Rekalibrierung länger. Hauptsächlich für Business-Nutzerinnen und - Nutzer ist ausserdem spannend, dass eine SIM-Karte und eine parallel dazu laufende eSIM künftig beide auf 5G laufen können.

MacOS-Update behebt Darstellungsfehler und Sicherheitslücke

Am Dienstag hat Apple ausserdem das Update MacOS Big Sur 11.3 herausgegeben. Wie "Golem" schreibt, enthält es unter anderem die Unterstützung für die AirTags. Ausserdem beseitige das Update einen Fehler beim Anschluss von externen 4k-Monitoren. Das Bild werde nun in der korrekten Auflösung dargestellt.

Zudem behebe das Update eine "gravierende Sicherheitslücke" in MacOS. Gemäss "Golem" war es Angreifern bis anhin möglich, darüber Apples Sicherheitsmechanismen auszuhebeln. Nutzerinnen und Nutzer hätten dazu nur eine präparierte Datei öffnen müssen. Da der Fehler in allen MacOS-Versionen bis und mit 11.2.3 stecke, sei es dringend empfohlen, das Update zu installieren.

Originalmeldung vom 20.4.2021: Apple bringt das iPhone-Update, vor dem nicht nur Mark Zuckerberg zittert

Am 20. April 2021 ist die erste Apple-Keynote des Jahres. Die Redaktion berichtet im Live Ticker auf CEtoday.ch ab 19 Uhr über den Event. Von weit grösserer Tragweite als neue Hardware ist jedoch ein Software-Update, das noch am selben Abend (oder spätestens am darauffolgenden Tag) weltweit verfügbar sein dürfte: iOS 14.5 verstärkt den Schutz der Privatsphäre der iPhone-User massgeblich - und sagt Datenkraken wie Facebook den Kampf an.

Was bringt iOS 14.5?

Es ist einer der grossen Tech-Kriege und er wird uns durchs ganze Jahrzehnt begleiten: Apple vs. Facebook. Die Techjournalistin Joanna Stern vom "Wall Street Journal" fasst die spannende Ausgangslage in einem sehenswerten Youtube-Video zusammen. Als (unfreiwillige) Stars agieren die beiden CEOS Tim Cook und Mark Zuckerberg in Puppenform.

Die Kurzfassung: Mit iOS 14.5 lanciert Apple eine Anti-Tracking-Funktion, die den Datenschutz stärkt und dem Werbegiganten Facebook mittel- und langfristig Milliardenausfälle bescheren könnte. Neu haben iPhone-User die Wahl, ob sie sich von den auf ihren Geräten installierten Apps zu Werbezwecken überwachen, respektive ausspionieren, lassen wollen oder nicht.

Die Antwort dürfte für die meisten logisch sein - und sie beschert nicht nur dem Facebook-Chef schlechte Träume. Denn es profitieren viele unterschiedliche Akteure vom User-Tracking und von gläsernen Konsumenten.

Mehr Sicherheit für alle

Ein von "9to5Mac" gefundener Bereich im Programmcode von iOS 14.5 deutet darauf hin, dass Apple nun auch für iPhones und iPads Sicherheits-Updates separat ausliefert.

Offenbar plane Apple, künftig solche Updates oder andere Stand-Alone-Installer für iOS und iPadOS separat anzubieten, wie es bereits unter macOS der Fall sei, konstatiert "Macwelt". Das habe den Vorteil, dass Apple auch ältere Systeme pflegen könne, ohne ganze iOS-Updates aufzulegen.

Mit "Emoji 13.1" bringt Apple 214 neue Emojis aufs iPhone, wobei in dieser Zahl alle Farb- und Geschlechterkombinationen eingeschlossen sind. Passend zur Corona-Impfung gibts ein neues Spritzen-Symbol, das kein Blut enthält.

iPhone mit Maske entsperren

Mit iOS 14.5 bringt Apple für Apple-Watch-Träger und -Trägerinnen eine einfache Möglichkeit, das iPhone zu entsperren. Speziell für die iPhone-11-Serie bringt iOS 14.5 eine Rekalibrierung der Batteriekapazität und Höchstleistungsfähigkeit. Dadurch sollen ungenaue Schätzwerte im Batteriezustandsbericht der iPhone-Modelle korrigiert werden.

Xbox-Spiele auf dem iPhone

Microsofts Xbox-Cloud-Gaming-Dienst (xCloud) werde am 20. April offiziell auf iOS und PC erscheinen, schreibt "The Verge". Gespielt werde über den Browser, so dass "Xbox Game Pass Ultimate"-Abonnierende Xbox-Spiele auf iPhones, iPads und PCs spielen können. Microsoft lanciere dies zunächst als Beta-Version und verlange von den Spielern und Spielerinnen, dass sie zur Teilnahme an der Testphase eingeladen werden.

Wer erhält das Update?

Auf den folgenden iPhone-Modellen wird man iOS 14.5 installieren können:

  • iPhone 6S und 6S Plus

  • iPhone SE (2016)

  • iPhone 7 und 7 Plus

  • iPhone 8 und 8 Plus

  • iPhone X

  • iPhone XS, XS Max und XR

  • iPhone 11, 11 Pro und 11 Pro Max

  • iPhone SE (2020)

  • iPhone 12, 12 Mini, 12 Pro und 12 Pro Max

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Watson.ch

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