Lausanner Legaltech Lawcodex lanciert Schweizer Rechts-KI
Das in Lausanne ansässige Unternehmen Lawcodex entwickelt eine KI-Plattform für Privatpersonen, KMUs und juristische Fachkräfte. Die Lösung stützt sich auf eine Datenbank mit über 1,5 Millionen juristischen Dokumenten.
Das Lausanner Start-up Lawcodex hat eine KI-gestützte Plattform für die juristische Arbeit vorgestellt. Die in der Schweiz konzipierte und entwickelte Plattform richtet sich an Privatpersonen, KMU sowie Rechtsfachleute und kombiniert semantische Suche, automatisierte Dokumentenverarbeitung und Analysetools. Laut Mitteilung des Unternehmens ermöglicht die Plattform, juristische Datenbanken zu durchsuchen, relevante Informationen zu extrahieren und Inhalte zu generieren, die an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst sind.
Nach eigenen Angaben greift Lawcodex auf eine Datenbasis von über 1,5 Millionen Dokumenten zurück, die Gesetzgebung, Rechtsprechung und juristische Fachliteratur abdeckt und alle 26 Schweizer Kantone umfasst. Gemäss Unternehmen setzen bereits mehrere hundert Nutzerinnen und Nutzer die Lösung ein.
Die Plattform integriere unter anderem OCR (Optical Character Recognition, eine optische Zeichenerkennung), Sprachverarbeitung, Entitätserkennung und mehrsprachige Modelle sowie RAG-Architekturen (Retrieval‑Augmented Generation). Zudem biete sie Funktionen für Dokumentenmanagement, Zusammenarbeit und Benachrichtigungen.
"Unser Ziel ist es nicht, Anwälte oder Juristen zu ersetzen, sondern den Zugang zu juristischen Informationen zu erleichtern", sagt Steven Hori, Gründer von Lawcodex. Das Unternehmen hebt zudem hervor, dass die Daten in der Schweiz gehostet werden und die Plattform den Anforderungen des Schweizer Datenschutzgesetzes (DSG) entspricht.
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