AI Mode und AI Overview

Google gibt Links in der KI-Suche mehr Gewicht

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von Julia Meyer und dwi

Google will Links zu externen Websites in seinem AI Mode und den AI Overviews stärker hervorheben. Ob der Konzern damit auf die Kritik wegen rückläufiger Websitezugriffe reagiert, lässt Google Switzerland auf Anfrage offen.

(Source: Google)
(Source: Google)

Google will Links zu externen Websites in seinen KI-Suchergebnissen sichtbarer machen. Dafür passt der Konzern seinen KI-Modus (AI Mode) und die KI-Übersichten (AI Overviews) an, wie er in einem Blogbeitrag mitteilt. Unter anderem sollen wichtige Quellen künftig häufiger am Anfang der KI-generierten Antworten erscheinen.

Die Neuerungen sollen es Nutzenden erleichtern, weiterführende Informationen zu finden. Google verweist dabei auf die wachsende Nutzung seiner Funktion für bevorzugte Quellen: Die Zahl der Personen, die diese verwenden, sei seit Jahresbeginn auf mehr als das Siebenfache gestiegen.

Eine erste Änderung betreffe die Links, die direkt in einzelne Wörter oder Textpassagen der KI-Antworten eingebettet seien. Google habe deren Anzahl bereits kontinuierlich erhöht. Künftig sollen solche Links häufiger weiter oben in den Antworten erscheinen, damit Nutzende wichtige Quellen schneller finden, wie Google schreibt.

Wichtigste Links erscheinen ganz oben 

Als zweite Änderung teste Google einen neuen Bereich am Anfang von KI-Antworten, in dem die wichtigsten Links angezeigt werden. Zusätzlich erkläre die Antwort, weshalb die angezeigten Links nützlich seien. Dies gelte vor allem für Anfragen, bei denen es nur eine oder zwei offizielle Websites gebe, die für die Antwort wichtig sind. Die Neuerung baut laut Google auf der bestehenden Funktion auf, bei der eine bestimmte Website zuoberst angezeigt wird, wenn Nutzende gezielt danach suchen.

Die bereits bestehenden sogenannten Nachrichtenkarussells weite Google auf weitere Regionen und Sprachen aus. Diese Karussells würden ausserdem die von Nutzenden bevorzugten Quellen hervorheben.

Weiter gestalte Google die Links, die unter "Dive Deeper" bei KI-Antworten angezeigt werden, mit einem neuen Design und Vorschaubildern auffälliger.

Suchprofile für Creator und Herausgeber

Mit neuen Suchprofilen teste Google eine weitere Funktion. Bei Video-Suchergebnissen im AI Mode könnten Nutzende künftig auf den Namen eines Creators oder Herausgebers klicken und würden zu dessen Suchprofil weitergeleitet. Das Suchprofil soll einen Überblick über die Person und ihre Inhalte geben.

Suchprofile sind zurzeit nur in Kanada, Indien und den USA verfügbar, wie es auf der Support-Site von Google heisst. Creator, die mindestens 18 Jahre alt sind und auf Youtube, Instagram, X oder Tiktok mindestens 10'000 Follower beziehungsweise Abonnenten haben, können sich gemäss Google dafür anmelden.

Traffic-Rückgang durch KI-Übersichten

Google wurde von Websitebetreibern für seine KI-Übersichten kritisiert, da diese ihrer Ansicht nach weniger Traffic auf externe Websites bringen als die bisher übliche Liste von Links. Weniger Traffic könne für einige Unternehmen grosse Folgen haben und mit einem Rückgang der Einnahmen einhergehen. Auf die Kritik entgegnete Google im Jahr 2025, die "durchschnittliche Klickqualität" würde sich erhöhen, weil die Leute gezielt auf Links klicken würden, wenn sie mehr erfahren möchten.

Ob Google mit den Neuerungen bei den KI-Übersichten und im AI Mode auf diese Kritik reagiert, gibt Samuel Leiser, Communications Manager von Google Switzerland, auf Anfrage keine direkte Antwort. Google wolle es Nutzenden so einfach wie möglich machen, sich mit Quellen auseinanderzusetzen. "Wie kaum ein anderes Unternehmen setzt sich Google für ein gesundes Ökosystem und das offene Web ein", sagt Leiser.

 

Auch KI-Agenten verändern Traffic im Internet grundlegend. Beim Onlineshopping beispielsweise könnte man die Produktsuche und Einkäufe in Zukunft KI-Agenten überlassen. Was dies für Onlineshops bedeutet, lesen Sie hier. 

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