Kubernetes, Datenbank und GPU im Abo

Infomaniak erweitert souveräne Public Cloud

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von Chiara Binder und rja

Infomaniak hat seine souveräne Public Cloud um Managed Services, GPU-Instanzen und integrierte KI-Services ergänzt. Der Genfer Hoster betreibt seine Infrastruktur vollständig in der Schweiz und wirbt mit Datensouveränität für europa.

(Source: Tackey / stock.adobe.com)
(Source: Tackey / stock.adobe.com)

Mit Managed Services, GPU-Instanzen und integrierten KI-Services bietet Infomaniak neue Dienste auf seiner souveränen Public Cloud an. Der Genfer Hoster konzipiert, betreibt und kontrolliert die souveräne Cloud vollständig aus der Schweiz, wie es in der Mitteilung heisst. Für die Infrastruktur sollen dabei ausschliesslich erneuerbare Energien genutzt und Abwärme durch Infrastrukturen in Fernwärmenetze eingespeist werden.

Über die letzten eineinhalb Jahre habe Infomaniak eigene Software-Layer entwickelt, um Dienste anzubieten, die mit Managed Services von grossen Public-Cloud-Anbietern vergleichbar seien. Die Services umfassen laut Mitteilung Kubernetes-as-a-Service (KaaS), Database-as-a-Service (DBaaS), GPU-Instanzen für künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance Computing sowie Managed DNS. Diese Dienste sollen über API, Terraform sowie über die Infomaniak-Oberfläche verfügbar und nahtlos in bestehende Cloud-Umgebungen integrierbar sein.

Mit dem Managed-Kubernetes-Service verspricht der Cloud-Anbieter DevOps-Teams und Entwicklern eine gewartete Plattform für containisierte Anwendungen. Infomaniak übernehme dabei die komplette Orchestrierungssschicht. Für Tests und kleine Projekte stellt das Unternehmen ferner eine kostenlose und geteilte Variante zur Verfügung. Zudem gebe es dedizierte Angebote mit Service Level Agreement (SLA), die mehrere Control-Plane-Instanzen inkludieren würden. Anwendungsressourcen blieben dabei vollständig bei den Kunden über Worker-Nodes der Public Cloud und liessen sich mit horizontalem Autoscaling automatisch an die Auslastung anpassen.

DBaaS stelle sofort einsatzbereite Cluster bereit, wobei Installation, Replikation, Backups und Updates durch Infomaniak verwaltet würden, schreibt das Unternehmen weiter. Kunden sollen auch hier die Auswahl haben: eine Einzelinstanz ohne SLA oder Cluster mit zwei oder drei Knoten und verschiedenen SLA-Stufen. Eine Verteilung über unabhängige Verfügbarkeitszonen sorge für Ausfallsicherheit und diverse Funktionen wie etwa native, konfigurierbare tägliche Backups seien auch im Service inkludiert.

Laut Infomaniak bietet die Public Cloud KI-geeignete GPU-Instanzen mit direktem Zugriff (Pass-through) auf verschiedene Nvidia-GPU-Modelle. Diese Instanzen liessen sich nativ in Kubernetes-Umgebungen sowie Public-Cloud-Instanzen integrieren. Zudem sollen sie den Aufbau von KI-Pipelines in souveränen Umgebungen ermöglichen.

Das Unternehmen bietet ausserdem KI-Services auf Abruf über eine OpenAI-kompatible API an. Damit werde es möglich, in der Schweiz gehostete Open-Source-KI-Modelle zu nutzen. Der Service ist mit den GPU-Ressourcen und Kubernetes-Clustern kompatibel.

Die Public Cloud von Infomaniak sei laut Martial Fol, Head of Infrastructure bei Infomaniak, eine vergleichsweise einfache Möglichkeit, die Resilienz und Unabhängigkeit der IT gegenüber Tech-giganten  zu stärken. "Im Gegensatz zur Migration von Kollaborationstools oder Fachanwendungen ändert sich für Endnutzer nichts, während Systemadministratoren redundante Infrastrukturen mit standardisierten Technologien aufbauen können."

 

Übrigens: Der KI-Assistent von Infomaniak heisst "Euria". Der Dienst für private Endnutzerinnen und -nutzer soll kostenlos verfügbar sein. Lesen Sie hier mehr dazu.

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