Chance auf Robocop-Karriere vertan
CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik "Curiosities". Gute Unterhaltung!
vgr. Ein humanoider Roboter hat sich in China mit der falschen Dame angelegt. Diese war erschrocken, als sie während eines Telefonats den Roboter hinter sich entdeckt hatte, wie "Der Standard" berichtet. Danach schrie sie den Blechkameraden gnadenlos an, woraufhin er die Arme in die Höhe riss. Zwischen den beiden gab es laut Polizei zwar keinen Körperkontakt, doch wurde der Roboter nach der Auseinandersetzung mit der 70-Jährigen auf offener Strasse abgeführt. Anschliessend begleiteten Beamte die Frau ins Krankenhaus, nachdem sie ihr Unwohlsein bekundet hatte. Da sie jedoch auf rechtliche Schritte verzichtete, bekam der Eigentümer seinen Humanoiden zurück. Berichten zufolge hatte eine Bildungseinrichtung in Macau den Roboter als Werbeburschen eingesetzt.
Das Schweinchen mit dem Wurstfortsatz
jor. Es war einmal ein Ferkel, dem wuchs eine Wurst aus der Stirn. Auf die Frage, warum es denn anders sei als die anderen Schweine im Stall, sagte seine Mutter: Das liegt an den Kindern, die sich nur noch vegan ernähren – weil die Menschen statt Fleisch nur noch Tofu verputzen, fängt die Wurst nun an, dir aus dem Schädel zu sprutzen. So oder so ähnlich hätte man die Sache einigermassen elegant lösen können. Doch stattdessen hoffte die österreichische Lobby der Nahrungsmittel-Handwerksbetriebe wohl darauf, dass der Patzer niemandem auffällt. Sie hatte eine Broschüre in Umlauf gebracht, die einem jungen Publikum die Abläufe der Fleischwirtschaft schmackhaft machen sollte, wie "Der Standard" berichtet. Blöd nur, dass das Werk unter dem Titel "Wo kommt meine Jause her?" voller KI-generierter Illustrationen inklusive bizarrer Fehler war – beispielsweise eine eckige Kuh, ein fünfbeiniges Rind, ein Kind mit deformierten Händen und das besagte Schweinchen mit dem Würstel am Kopf. Die Moral von der Geschicht: Spar an echten Zeichnern nicht – mit KI hast schon verloren, so fliegt dir die Wurstpropaganda um die Ohren.
Im Zweifel gegen den KI-Geplagten
rja. Wer vor Gericht aussagt, sollte seine KI-Brille ablegen. Dies musste unlängst ein Kläger namens Laimonas Jakstys lernen, wie die "BBC" berichtet. Der erschien zu dem von ihm angestrengten Prozess nicht nur mit einer smarten Brille auf der Nase, sondern erhielt anscheinend vom Gadget laufend Anweisungen zu seinen Aussagen. Von wem sich Jakstys konkret helfen liess, ist nicht klar. Er bestritt zunächst, überhaupt assistiert worden zu sein, doch sein Smartphone zeigte den Richtern gleich mehrere ausgehende Anrufe an einen Kontakt namens "abra kadabra". Das Gericht befand die Aktion alles andere als zauberhaft und bewertete Jakstys Aussagen als "unzuverlässig und unwahr".
Neuronensturm im Petriglas
ahu. Unter Fachkundigen gehört es offenbar zum "guten Ton", potenzielle Lerneffekte des 90er-Jahre-Videospiels "Doom" an den unterschiedlichsten Probanden zu messen. So hätten bereits Ratten, Rasenmäher oder Kolibakterien die Welt aus der Ego-Shooter-Perspektive erlebt, berichten "The Guardian" und "Der Standard". Forscher aus Melbourne setzten nun auch 200 000 menschliche Gehirnzellen dieser Kurzweil aus. Sie züchteten die Neuronen aus Stammzellen auf einem Mikrochip in einer Petrischale. Dort durfte das Netzwerk quasi einen Sturm entfesseln und seine ersten, ungefilterten Gehversuche im Videospiel machen. Tatsächlich handle es sich um den "ersten biologischen Computer, auf dem Software ausgeführt werden kann" – was mit "Doom" problemlos funktioniere. Auch einen Lernprozess wollen die Forscher bei den Neuronen beobachtet haben, dessen Abläufe jedoch noch unklar seien.
Promille-Test zwingt auch Nüchterne zum Fussmarsch
dwi. Ob betrunken oder stocknüchtern – ein Cyberangriff auf das Alkohol-Testsystem von Intoxalock verwehrt Autofahrern den Start ihres eigenen Fahrzeuges. Eigentlich sollte der Service verhindern, dass sich betrunkene Fahrer ans Steuer setzen, wie "Der Standard" schreibt. Vor dem Start ist ein Atemtest nötig und nur wer besteht, darf losfahren. Nun trifft die Misere auch nüchterne Nutzer. Grund ist ein Angriff auf den Onlinedienst, der für die regelmässige Rekalibrierung der Blechbüchse nötig ist. Ohne diese bleibt der Motor aus – egal, wie klar der Kopf ist. Das Unternehmen hält sich laut Bericht mit Details zum Cybervorfall bedeckt, ebenso hinsichtlich des Zeitpunkts einer Lösung. Bis dahin gilt: laufen statt fahren – aber immerhin darf man sich auf diese Ernüchterung hin einen Drink gönnen.
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