Heizen mit der Cloud
Das Dresdner Start-up Ao Terra nutzt die Abwärme von Servern um Privathäuser zu heizen. Anschaffungskosten trägt der Hauseigentümer, den Unterhalt zahlt das Unternehmen. Die Rechenleistung verkauft Ao Terra als Cloud.
Rechenzentren produzieren mit ihren Servern Unmengen an Abwärme, die nicht genutzt, sondern mit grossem Aufwand wieder herunter gekühlt wird. Warum diese Abwärme nicht nutzen, um Häuser zu heizen?
Das deutsche Start-up Ao Terra hat über Crowdfunding eine Million Euro gesammelt und nun mit der Umsetzung dieser Idee begonnen, wie Standard.at berichtet. Das Konzept sieht vor, Serverschränke in Privathäusern zu installieren und an den Heizungskreislauf anzuschliessen.
Die Server selbst sollen als Cloud-Speicher oder als Host für virtuelle Maschinen an Firmen verkauft respektive vermietet werden. Dabei legt das Unternehmen wert darauf, dass die Server vollständig in Deutschland bleiben und der Datenverkehr ausschliesslich über deutsche Leitungen läuft.
Wer sich als Bauherr für diese Art von Heizung entscheidet dürfte vergleichsweise günstig davon kommen. Dem Besitzer fallen lediglich die Anschaffungskosten von etwa 12'000 Euro zu Lasten. Strom- und Wasserkosten übernimmt Ao Terra für 15 Jahre.
Voraussetzung für die "Server-Heizung" ist allerdings ein Breitbandanschluss mit mindestens 50 MBit/s. Das Interesse ist nach Angaben des Unternehmens bereits gross. Bis zum Jahresende will Ao Terra 100 Systeme installieren. Für nächstes Jahr hat sich das junge Unternehmen 500 Systeme zum Ziel gesetzt.
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