EU-Kommission fordert mehr Zugeständnisse von Google
Die EU-Wettbewerbshüter verlangen ein stärkeres Entgegenkommen von Google. Wettbewerber beschuldigen das Unternehmen, seine Marktmacht im Suchmaschinen- und Werbemarkt missbraucht zu haben.
Nach einer Anhörung von Wettbewerbern hat die EU-Wettbewerbskommission mehr Zugeständnisse von Google gefordert. Damit soll Google bereits vier Jahre zurückliegende Anschuldigungen, wegen Missbrauchs einer Marktbeherrschenden Stellung, beseitigen können, berichtet Reuters.
Zu den Hauptbeschwerdeführern zählen Microsoft und der Reisedienst Expedia. Sie haben sich mit weiteren Unternehmen unter der Lobby-Gruppe Fair-Search zusammengeschlossen. Sie kritisieren die Reihenfolge der Suchergebnisse bei Google, da das Unternehmen eigene Dienste und Kunden bevorzugen würde. Eric Schmidt, Executive Chairman von Google, bestritt in einem Interview mit der Financial Times die Anschuldigungen. Seiner Ansicht nach gebe es im Werbemarkt ausreichend Wettbewerb.
Sollte der Streit nicht durch ein Entgegenkommen von Google beigelegt werden, könnte Google in einem Wettbewerbsverfahren eine Strafe von bis zu 5 Milliarden US-Dollar drohen, schreibt Reuters unter Berufung auf die Beschwerdeführer weiter.
Wettbewerbskommissar Jaoquin Almunia stellte sogar die Eröffnung eines offiziellen Untersuchungsverfahrens für das Betriebssystem Android in Aussicht, sollte Google nicht "adäquate Antworten und Erklärungen" auf die Anschuldigungen der Wettbewerber liefern, zitiert Bloomberg Almunia.
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